26.01.2006 17:17 |

Letzte Ruhe

Opfer nach Vierfachmord in Mauerbach beigesetzt

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung sind im niederösterreichischen Mauerbach jene vier Mädchen beigesetzt worden, die vor zweieinhalb Wochen von ihrem Vater getötet worden waren. Auch der 50-Jährige, der sich nach der schrecklichen Tat selbst gerichtet hatte, fand im Familiengrab seine letzte Ruhestätte. Die Kinder wurden paarweise in Särgen bestattet.

Ehemalige Klassenkollegen von Desiree, Mariella, Michaela und Melanie waren zum Begräbnis gekommen. Die Kinder brachten durch Zeichnungen und Blumen ihre Trauer zum Ausdruck. Sichtlich gezeichnet waren Freunde und Verwandte der Verstorbenen. "Ihr bleibt uns unvergessen", stand auf einem der Trauerflore. Auf jenem der Mutter: "In Liebe und tiefem Schmerz." Die 45-Jährige war von Pfarrer Josef Froschauer in die Aufbahrungshalle geleitet worden.

Tatmotiv: Extreme Existenzangst 
Die Schreckenstat hatte sich am 9. Jänner ereignet. Ein Familienvater tötete vier seiner fünf Töchter um und fügte seiner Frau schwere Verletzungen zu. Auf der Sophienalpenstraße beging der Frühpensionist Selbstmord, als ihn die Polizei stoppte. Das Tatmotiv dürfte extreme Existenzangst gewesen sein, das Haus der Familie hätte zwangsversteigert werden sollen.

"Werden unseren Vater immer lieben" 
"Ich will nur sagen, jeder soll wissen, wie sehr meine Mutter und ich meinen Vater geliebt haben und immer lieben werden", sagte die 21 -jährige Tochter zu Beginn der Trauerfeierlichkeiten in einer Ansprache. "Wir sind alle sehr betroffen, eigentlich müsste ich nichts mehr sagen. Die Welt zeigt, wie wir den Weg in dieser schweren Situation gehen müssen", so Pfarrer Froschauer.

Foto: Klemens Groh, Kronen Zeitung

Dienstag, 09. März 2021
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