Mi, 18. Juli 2018

Sonst droht der Tod

07.07.2014 15:24

ISIS ordnet "Sex-Dschihad" im Irak an

"Überreicht uns eure Töchter zur sexuellen Unterstützung des Dschihad!" - mit dieser "Verordnung" schockiert die radikalislamische sunnitische Miliz ISIS aktuell in den von ihr besetzten Gebieten im Irak. Die Dschihadisten haben arabischen Medienberichten zufolge diese Forderung bereits auf zahlreichen öffentlichen Plätzen plakatiert. Wer sich der Anweisung widersetze, missachte Allah und werde mit der Scharia bestraft, hieß es weiter. Das bedeutet Prügelstrafe oder Tod.

Die NGO The Clarion Project zitiert einen Mitarbeiter der Vereinten Nationen, wonach die Dschihadisten unter anderem in der nordirakischen Stadt Mossul von Tür zu Tür gingen und der Reihe nach Frauen vergewaltigten. Mehrere Opfer sollen sich demnach nach den erlittenen Qualen umgebracht haben. Den genauen ins Englische übersetzten Wortlaut der Verordnung können Sie hier nachlesen.

Frauen sollen Kampfpausen versüßen
Sich als Muslimin den Glaubenskämpfern zur Verfügung zu stellen, diese Aufforderungen gibt es immer wieder unter radikalen Predigern. In sogenannten Fatwas - Rechtsgutachten, die der Klärung bestimmter religiöser Fragen dienen sollen - wurde schon oft zur sexuellen Unterstützung aufgerufen.

So auch im vergangenen Jahr in Saudi-Arabien, wo in einer dem saudischen Scheich Mohamed al-Arifi zugeschriebenen Fatwa junge Frauen eingeladen werden, ihren Beitrag für den Dschihad in Syrien zu leisten - nicht indem sie kämpfen, sondern indem sie den Mudschaheddin die Kampfpausen versüßten. Grundlage dafür biete die im Islam erlaubte "Zeitehe".

ISIS beruft sich nun ebenfalls auf diese Fatwas, die unter anderem Vergewaltigungen erlauben. Diese Praxis soll jetzt auch im Irak Anwendung finden.

Grenzüberschreitender Gottesstaat
Die ISIS-Terroristen hatten nach ihrem Vormarsch im Norden und Westen im Irak vor einer Woche einen grenzüberschreitenden islamischen Gottesstaat ausgerufen (siehe Story in der Infobox). Das "Kalifat" erstrecke sich von der Region Aleppo im Norden Syriens bis zur Region Dijala im Osten des Irak, teilte die radikalsunnitische Organisation mit, die sich seitdem Islamischer Staat (IS) nennt. Da die kurdischen Teile des Iraks nach einer Unabhängigkeit streben, droht der Irak zu zerfallen.

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