20.06.2014 23:01 |

Packendes Spiel

5:2-Torfestival von Frankreich gegen die Schweiz

Ein knappes Spiel mit leichten Vorteilen für Frankreich war erwartet worden, ein Kantersieg der "Equipe Tricolore" ist es geworden – nach einem 5:2 gegen die Schweiz stehen die Mannen von Teamchef Didier Deschamps praktisch mit eineinhalb Beinen im Achtelfinale der WM. Bereits zur Halbzeit hatten die Franzosen ihren südöstlichen Nachbarn durch Treffer von Olivier Giroud (17.), Blaise Matuidi (18.) und Mathieu Valbuena (40.) mit 3:0 "betoniert", nach der Pause erhöhten Karim Benzema (67.) und Moussa Sissoko (73.) auf 5:0. Die Schweizer verkürzten zwar noch auf 2:5 durch Blerim Dzemaili (81.) und Granit Xhaka (87.), an dem Debakel änderte das aber nichts mehr.
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Dass zu Spielbeginn 26 Grad Celsius und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit in Salvador da Bahia vorherrschten, war den 22 schweizerischen und französischen Akteuren in der Arena Fonte Nova anfangs deutlich anzumerken. Zu viele Meter im Sprint wollte kaum einer der Spieler in Weiß-Blau und Rot zurücklegen, die ersten Minuten waren geprägt von Vorsicht und gegenseitigem Abtasten. Erste Offensivbemühungen der Franzosen blieben zu unentschlossen und versandeten letztlich ohne größere Gefahr für das von Diego Benaglio gehütete eidgenössische Tor – etwa von Mathieu Debuchy (4.), Moussa Sissoko (5.) und Karim Benzema (7.).

Die Stimmen zum Spiel finden Sie in der Infobox!

Giroud-Show mit Foul und 1:0
Dann folgte die große Zeit des Franzosen Olivier Giroud: Erst traf der Stürmer seinen schweizerischen Gegenspieler Steve van Bergen mit der Fußspitze an der Nase (7.) - woraufhin Letzterer ausgewechselt werden musste – und einige Minuten sowie zwei gefährliche Aktionen von ihm später sorgte er per Kopf für die frühe 1:0-Führung Frankreichs (17.). Keine ganze Minute später stand es auch schon 2:0 für Frankreich: Unmittelbar nach dem Anstoß unterlief Valon Behrami ein fataler Fehlpass auf Frankreichs Benzema und der steckte sofort auf den links durchstartenden Blaise Matuidi durch. Der PSG-Star ließ sich nicht zweimal bitten und überraschte mit einem Linksschuss ins kurze Eck den nicht sehr glücklich agierenden Benaglio (18.).

Schweizer taumeln in Richtung Debakel
Die völlig geschockten Schweizer standen nun völlig neben sich und hatten Glück, dass Benzema (20., 33./vergebener Elfer) und Giroud (22., 29.) nicht gleich auf 3:0 erhöhen konnten. Zwischendurch waren aber auch die Eidgenossen zu zwei Chancen gekommen: Zunächst wurde ein Inler-Schuss vor die Füße von Granit Xhaka (27.) abgewehrt, doch der stand bei seinem Torabschluss im Abseits. Und drei Minuten später schloss Admir Mehmedi einen Konter mit einem scharfen Schuss aufs französische Tor ab, den Abpraller von Goalie Hugo Lloris setzte Bayern-Ass Xherdan Shaqiri knapp neben das Gehäuse. Das sollte sich rächen, denn kurz vor der Pause erhöhten die Mannen von Didier Deschamps noch auf 3:0 – und das direkt auf einen Corner der Schweizer folgend: Über Raphael Varane und Giroud kam der Ball zu Mathieu Valbuena, der locker auf 3:0 für die Franzosen erhöhte.

Franzosen schalten einige Gänge zurück
Mit dem 3:0 im Rücken ließ sich das Spiel gleich einmal viel einfacher für die Franzosen an – zunächst schienen sie sogar einen oder zwei Gänge zurückzuschalten, um sich nicht allzu sehr zu verausgaben. Große Gegenwehr lieferten die Mannen von Ottmar Hitzfeld ohnehin nicht. Halbchancen waren die einzige Ausbeute, der weiterhin sehr verunsichert agierenden Eidgenossen (46., 47., 51., 53., 54.) – Gefahr stellten alle diese Versuche nicht dar. Dementsprechend ließen die Franzosen die Schweizer auch weiterhin kommen – wohl wissend, dass denen an diesem Freitagabend in Salvador da Bahia kaum etwas gelingen würde.

Trefferreiche Schlussphase mit vier Toren
Selbst machten sie es allerdings beim ersten Anziehen des Tempos besser. Einen Außenristpass von Paul Pogba in Richtung Strafraum versah Schweiz-Verteidiger Philippe Senderos mit einer Luftmasche, sodass Benzema frei vor Benaglio an den Ball und dann zum Schuss kam – 4:0! (67.). Und sechs Minuten später verfinsterte sich die Miene von Hitzfeld auf der Schweizer Bank noch mehr, denn eine Ballstafette über Patrice Evra, Matuidi und Benzema schloss Sissoko von halbrechts per Flachschuss zum 5:0 für Frankreich ab (73.). Einziger Trost für den Ex-Bayern- und Dortmund-Trainer Hitzfeld: Die beiden Ehrentore für die Schweiz durch Blerim Dzemaili (81./Direktfreistoß) und Xhaka (87.).

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