NEOS gegen die FPÖ

Heftiger Streit um steirische Deutschförderklassen

Steiermark
12.03.2026 18:00

Die NEOS sprechen von „einem Sabotageakt“ zulasten der Kinder und werfen dem Land Steiermark vor, die Deutschförderung massiv zu kürzen. Der blaue Landesrat kontert.

Knapp 40 Prozent der steirischen Volksschüler haben laut Bundesbericht Probleme in Deutsch bzw. genauer gesagt bei den Lesekompetenzen – dazu erklärte Landesrat Stefan Hermann (FPÖ) der „Steirerkrone“, dass das Land in die Deutschförderung investiere und diese sehr ernst nehme.

37 Prozent weniger
NEOS-Chef Niko Swatek fühlt sich getäuscht. „Die Mittel werden in der Steiermark massiv reduziert“, sagt er nun zur „Krone“. Um 37 Prozent weniger Ressourcen stellt das Land Steiermark im aktuellen Schuljahr für die Deutschförderung an Volksschulen, Mittelschulen und Polytechnischen Schulen bereit. Das bestätigt eine aktuelle Anfragebeantwortung.

Aus dieser geht hervor, dass im letzten Schuljahr rund 205 Dienstposten vom Land Steiermark und 104 vom Bund bereitgestellt wurden. Im aktuellen Schuljahr hat der Bund auf 135 Posten erhöht – Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) kündigte ja eine Aufstockung an. Vom Land werden 129 Stellen veranschlagt. Ergo sind die Mittel aus dem Landestopf deutlich gesunken.

Niko Swatek übt Kritik
Niko Swatek übt Kritik(Bild: Christian Jauschowetz)

Komplexes Zahlenspiel: NEOS verärgert
Ein Problem in der Debatte ist jenes: Die Steiermark hat immer mehr in die Deutschförderung gesteckt, als vorgesehen war, die Planstellen also überzogen. Weil der Bedarf da war. Aufgrund der Budgetnot im Land ist das jetzt nicht mehr möglich.

So betont nun der Landesrat, immer noch die Ressourcen zu überziehen und auch mehr als andere Bundesländer in die Deutschförderung zu investieren, am Papier sind es aber faktisch weniger Ressourcen. Swatek: „Das ist ein Sabotageakt. Die Kinder zahlen den Preis. Wenn der Bund investiert, darf das Land nicht zeitgleich kürzen!“

Das Land argumentiert zudem, dass es heuer weniger außerordentliche Schüler gibt – diese können dem Unterricht wegen mangelnder Deutschkenntnisse nicht folgen. So würde der Förderbedarf sinken. Tatsächlich sind es heuer um 3,7 Prozent weniger außerordentliche Schüler, die Zahl bleibt mit insgesamt 4753 Schülern an steirischen Pflichtschulen aber weiter hoch.

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