Identität gesucht

Wirbel um obdachlose Frau: Ist sie Österreicherin?

Österreich
09.03.2026 09:11
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit Unterstützung der italienischen Fernsehsendung „Chi l’ha visto?“ soll die Identität einer mutmaßlichen Österreicherin geklärt werden. Die obdachlose Frau gibt an, 1932 geboren zu sein und Isabella zu heißen. Mit der Bestimmung ihrer Herkunft soll ihr Zugang zu medizinischer und sozialer Hilfe ermöglicht werden.

In Rom sorgt der Fall einer obdachlosen Frau, deren Identität bislang unbekannt ist, für Aufsehen. Die Frau nennt sich Isabella und gibt an, im Juni 1932 in Österreich geboren zu sein. Dokumente besitzt sie nicht. Nach Angaben der katholischen Hilfsorganisation Comunità di Sant‘Egidio lebt sie seit Jahren auf der Straße in Rom. Nun soll ihre Identität im Zuge einer TV-Show geklärt werden.

Helferin in Rom startete Rettungsaktion
Die Sozialstadträtin Roms, Barbara Funari, hat sich mit einem öffentlichen Aufruf an die von RAI ausgestrahlte Fernsehsendung „Chi l‘ha visto?“ („Wer hat sie gesehen?“) gewandt, die bei der Suche nach Vermissten hilft. Fotos der Frau wurden veröffentlicht. Ziel ist es, ihre Identität zu klären, um ihr medizinische und soziale Hilfe zu ermöglichen. Eine freiwillige Helferin entdeckte Isabella im römischen Stadtteil Monte Mario und versorgt sie seit einiger Zeit mit Essen und Decken. Mit Unterstützung der Sozialdienste wurde inzwischen eine vorübergehende Unterkunft organisiert.

Der Aufruf der italienischen Fernsehsendung zur Suche nach der Identität:

Isabella spricht viele Sprachen
Die Frau spricht verschiedene Sprachen. Im Laufe der Jahre hat sie unterschiedliche Nachnamen angegeben, darunter historische Persönlichkeiten. Nach Angaben der Stadtverwaltung tauchte Isabella erstmals Ende der 1990er-Jahre in Rom auf. Die Behörden hoffen nun, dass Zuschauer der Sendung sie erkennen und Hinweise zu ihrer Herkunft geben können. Ohne Identität ist eine umfassende Betreuung durch Sozial- und Gesundheitsdienste nur eingeschränkt möglich.

Ein ähnlicher Fall hatte sich kürzlich ebenfalls in Rom ereignet: Ein obdachloser Mann ohne Papiere konnte nach einem öffentlichen Aufruf identifiziert werden und nach mehreren Jahren seine Familie wiederfinden. Dabei handelte es sich um einen 42-jährigen Litauer, der nach vier Jahren auf der Straße seine Angehörigen wiedertreffen konnte.

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