Statistik des KFV

Alle 7 Minuten verletzt sich in Tirol eine Person

Tirol
07.03.2026 05:00

Das KFV zählte im Vorjahr hierzulande beinahe 80.000 Verunfallte. In den eigenen vier Wänden gibt es besonders viele Vorfälle. Alarmierend ist die Entwicklung bei den Senioren.

Eine Unfallbilanz präsentierte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), wie die „Krone“ kurz berichtete. Erhoben wurden dabei auch Zahlen für Tirol. Demnach haben sich 2025 hierzulande 79.800 Personen so schwer verletzt, dass sie in einem Spital ambulant oder stationär behandelt werden mussten.

Im Vergleich mit 2024 ist das ein Plus von drei Prozent. Anders ausgedrückt heißt diese Zahl, dass sich in Tirol im Durchschnitt alle sieben Minuten eine Person verletzt.

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Die Zahl der spitalsbehandelten Verletzten im Alter von 65 und mehr ist 2025 österreichweit um fünf Prozent auf den neuen Höchststand von 266.100 gestiegen.

Das KFV

Rückgang nur bei Kindern verzeichnet
Österreichweit wurden 824.400 Verletzte gezählt. Besonders alarmierend ist laut dem KFV die Entwicklung der Unfälle im Seniorenalter. „Die Zahl der spitalsbehandelten Verletzten im Alter von 65 und mehr ist im Vorjahr österreichweit um fünf Prozent auf den neuen Höchststand von 266.100 gestiegen“, rechnen die Experten vor. Doch auch bei den Erwachsenen in der Altersklasse zwischen 25 und 64 Jahren erhöhte sich die Zahl um vier Prozent auf rund 333.100 Verletzte.

Die einzig positive Nachricht: Bei Kindern zwischen 0 und 14 Jahren gab es einen leichten Rückgang von rund zwei Prozent, wobei die Zahl der Verletzten mit 119.600 auch in dieser Altersklasse hoch bleibt.

79.800 Personen in Tirol mussten im Vorjahr im Krankenhaus behandelt werden.
79.800 Personen in Tirol mussten im Vorjahr im Krankenhaus behandelt werden.(Bild: Christof Birbaumer)

Unfälle beim Gehen in der Wohnung stachen hervor
Angeschaut haben sich die Experten auch, wo die Betroffenen verunfallt sind. „Die meisten Verletzten entfielen auf den Haushalt (334.500), gefolgt von Freizeit/Freizeitsport (280.700), Arbeit/Schule (111.400) und Verkehr (97.800)“, wird vorgerechnet.

Ins Auge stach den Analysten vor allem die starke Zunahme von Unfällen beim Gehen im Wohnbereich: „Gegenüber 2024 gab es hier ein Plus von 21 Prozent auf 86.000 spitalsbehandelte Verletzte – vor allem Senioren sind davon betroffen.“ Deutliche Anstiege gab es aber auch bei Reinigungsarbeiten (+12%), Arbeiten im Heim und Garten (+19%) sowie beim Kochen (+18%).

Mehrere Tipps, um Risiko im Alltag zu reduzieren
Das KFV hat auch mehrere Tipps auf Lager, um Unfälle in den Lebensbereichen zu reduzieren:

Haushalt: Kindersicherungen an Steckdosen und Schränken anbringen, Stolperfallen entfernen, Kanten- und Treppenschutz anbringen, rutschfeste Matten nutzen, regelmäßige Bewegung und Gleichgewichtstraining zur Sturzprävention, gute Beleuchtung in Fluren und Treppenhäusern sicherstellen, heiße Getränke und Putzmittel außer Reichweite aufbewahren, sichere Verwendung von Elektrogeräten beachten, Brandschutzmaßnahmen beachten.

Freizeit und Sport: Schutzausrüstung (Helm, Knieschützer) tragen, richtiges Verhalten in Skigebieten lernen, beim Schwimmen auf sichere Einstiege und rutschfeste Flächen achten, altersgerechte Spielgeräte verwenden, richtige Aufwärm- und Abkühltechniken nutzen, Pausen einhalten!

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