#WeAre-Event

Jugend macht sich für Gleichberechtigung stark

Burgenland
04.03.2026 09:00

Der neue Event „#WeAre“ am 14. März im Kulturzentrum Eisenstadt will ganze Generationen verbinden. Wer mit dabei sein möchte, sollte sich schnell Karten sichern. 

Zehn Tage noch – dann findet im Kulturzentrum Eisenstadt Burgenlands erster Frauenpower-Event „#WeAre – Starke Stimmen, starke Frauen“ statt. Willkommen sind Frauen jeden Alters, und auch Männer, Mädchen und Burschen, die Gleichberechtigung leben wollen oder das bereits tun. Den inspirierenden Konzert- und Leseabend samt Red Carpet und Aftershow-Party gestalten bekannte Künstlerinnen wie „Die Mayerin“, die „Poxrucker-Sisters“, Popdialektsängerin Birgit Denk, Moderatorin Barbara Karlich, die Musikkabarettgruppe „Die Duetten“, Pianistin Clara Frühstück, Geigerin Maria Sawerthal und viele mehr.

Doch auch burgenländische Newcomerinnen sind dabei – etwa die Schwestern Magdalena Pfaffeneder und Julia Prötsch, die als Frontsängerinnen der deutsch-kroatischsprachigen Band „Idemo“ (deutsch: Gehen wir!“) österreichweit für Begeisterung sorgen. Die traditionellen Volkslieder rund um Aufbruch, Abschied, Pendeln und Sehnsucht, die sie neu interpretieren, berühren schließlich jeden.

Sie wollen „Idemo“ hören? Karten für #WeAre“ um 32,50 gibt es auf www.oeticket.com
Sie wollen „Idemo“ hören? Karten für #WeAre“ um 32,50 gibt es auf www.oeticket.com(Bild: Christoph Liebentritt)

Jeder braucht Menschen, die an einen glauben
„Song schreiben, proben und auf Bühnen stehen zu dürfen, wenn man ein kleines Kind hat, ist nur machbar, wenn es ein unterstützendes Umfeld gibt. Mein Mann entlastet mich sehr. So ermöglicht er mir, das zu tun, was ich gern tue, auch wenn er dafür auf einiges verzichtet“, sagt Pfaffeneder. Nach dem Debütalbum „Pannonian Farewell“ bastelt das Quartett gerade an neuen Nummern. Die ersten werden schon im Tonstudio eingesungen und sollen im Herbst erscheinen. Am 9. März tritt „Idemo“ bei der Veranstaltungsreihe „Landtag unplugged“ auf, die heuer die Volksgruppen in den Fokus stellt. Zudem spielen die vier am 4. und 5. Juli beim Rudolfstadt-Festival auf – Deutschlands größtem Event für Roots-und Folkmusik.

Doch auch das Fortkommen anderer ist ihnen wichtig. „Als Musikpädagogin fördere ich meine Schüler gezielt in ihrer Entwicklung. Dafür habe ich das Fach ’Schulband’ gegründet. Es ist großartig zu sehen, wie die Jugendlichen über sich hinauswachsen und Selbstvertrauen gewinnen“, erzählt Julia Prötsch.

Die Burgenländerin Sofia Reyna.
Die Burgenländerin Sofia Reyna.(Bild: Fotografie Sabine Landauer)

Sie lebt ihren Traum trotz Behinderung
Eine, die ein Lied davon singen kann, ist die 19-jährige Sofia Reyna aus Neufeld. Aufgrund eines Gehirntumors ist sie seit ihrem zweiten Lebensjahr blind. Dennoch lernte sie Gitarre, Klavier und Gesang und begann, eigene Lieder zu komponieren. Im Vorjahr schaffte sie es in der SongChallenge mit „Going Under“ sogar auf Platz eins.

Ohne die Förderung ihrer Eltern und die finanzielle Unterstützung der „Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen“ hätte sie im Winter nie ihr Debütalbum „Half a girl“ veröffentlichen können, sagt sie: „Ich bin so dankbar, dass es Menschen gibt, die an mich glauben und mir Mut machen, größer zu denken. Dazu will ich selbst auch inspirieren. Deshalb bin ich bei #WeAre fix dabei!“

Der Schülerchor des „Theresianum“ Eisenstadt freut sich schon auf den großen Auftritt.
Der Schülerchor des „Theresianum“ Eisenstadt freut sich schon auf den großen Auftritt.(Bild: Reinhard Judt)

Und das halten die Kids von Gleichberechtigung
Auf der Bühne nimmt am 14. März übrigens auch der Schülerchor der Mittelschule „Theresianum“ Aufstellung. Er wird gemeinsam mit „Der Mayerin“ zwei Lieder performen: „Stand up“ aus dem Film „Harriet“ und „Du hast alles in dir“. Der zwölfjährige Constantin Schopp aus Eisenstadt ist Teil des 80-köpfigen Ensembles. Warum er den neuen Event mit seiner kraftvollen unterstützt? „Weil ich finde, dass Frauen gleich viel verdienen sollten wie Männer. Immerhin tragen sie auch meist mehr Verantwortung. Meine Mama zum Beispiel zieht mich seit meinem fünften Lebensjahr alleine groß und macht wirklich alles für mich. Frauen sollten viel öfter Chefinnen sein!“ 

Die 13-jährige Sophia Jenne-Krenn aus Donnerskirchen pflichtet ihm bei: „Ich wünsche mir, dass es vor allem mehr Präsidentinnen und Kanzlerinnen in gibt. Dann wäre vielleicht Frieden auf der Welt. Denn die meisten Kriege, die es bisher gab, haben Männer begonnen. Frauen sind sanfter und feinfühliger als Männer und suchen eher Kompromisse statt Konflikte. Sie denken mehr nach anstatt gleich hart durchzugreifen.“

Gespräch mit einigen Kindern aus dem Schülerchor
Gespräch mit einigen Kindern aus dem Schülerchor(Bild: Reinhard Judt)

Auch die 14-jährige Emma Szemelliker aus Eisenstadt nickt zustimmend. Sie sei schockiert gewissen, als sie in der Schule zum ersten Mal hörte, dass Frauen in Österreich erstmals 1918 wählen und 1975 ohne Einverständnis des Ehemannes arbeiten gehen durften: „Trotzdem taugt mir nicht, wenn Feministinnen Männer zum Feindbild machen. Mit so einer Haltung kommen wir als Gesellschaft nicht weiter. Es braucht ein verständnisvolles Miteinander.“ 

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