Große Vorsicht geboten

Lawinengefahr steigt in der Steiermark erheblich

Steiermark
19.02.2026 14:34

Zum Wochenende hin ist in der ganzen Steiermark mit Neuschnee zu rechnen. In den Bergen nimmt damit die Lawinengefahr deutlich zu. Experten mahnen Wintersportler eindringlich vor erheblichem Risiko im freien Gelände. Es könnten sogar Verkehrswege betroffen sein. 

Der Winter nimmt in der Steiermark zum Ende der Semesterferien hin noch einmal so richtig Fahrt auf: „Ein Oberitalien-Tief bringt beginnend mit Donnerstagabend bis Freitagmittag in weiten Teilen der Steiermark kräftigen Niederschlag“, sagt Geosphere-Meteorologe Christian Pehsl. Am meisten bekomme die Ost-/Südosthälfte des Landes ab. „Es ist aber noch etwas unsicher, wie viel davon wirklich Schnee werden wird.“ 

In der Obersteiermark ist in Tallagen mit keinen allzu großen Schneemengen zu rechnen. Auf den Bergen hingegen „kann es schon ein ordentlicher Batzen werden, also so bis zu 30 Zentimeter oder mehr“, so Pehsl. Das bringt eine weitere Verschärfung der ohnehin schon erheblichen Lawinengefahrgefahr mit sich.

Einige Wintersportler hat es schon erwischt
„Es ist jetzt schon große Vorsicht geboten, wir hatten in den letzten Tagen schon einige Lawinenabgänge mit Personenbeteiligung“, sagt Andreas Gobiet vom Lawinenwarndienst Steiermark. So rückten Bergretter etwa – wie berichtet – am Faschingsdienstag auf die Tauplitzalm aus, um zwei teilverschüttete Wintersportler zu retten. 

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In der Nacht auf Sonntag erwarten wir noch einmal große Neuschneemengen in den Nordalpen. Das wird die Situation weiter verschärfen.

Andreas Gobiet, Lawinenwarndienst Steiermark

Wenn es jetzt wieder schneit, „werden wir sehr verbreitet einen Anstieg der erheblichen Lawinengefahr haben“, sagt Gobiet. Das ist es dann aber noch nicht gewesen: In der Nacht auf Sonntag ist in den Nordalpen erneut mit großen Schneemengen zu rechnen. „Das wird die Situation noch einmal verschärfen. Es wird auch spontane Lawinenauslösungen geben. Da geht‘s dann nicht mehr nur um Wintersportler im freien Gelände, es können auch exponierte Verkehrswege betroffen sein“, so Gobiet. 

„Unkalkulierbare Gefahren“
Indes warnt auch das Land Steiermark vor der großen Lawinengefahr. „Die Schneedecke ist vielerorts instabil, spontane Lawinenabgänge sind jederzeit möglich. Touren abseits gesicherter Pisten sind derzeit mit unkalkulierbaren Gefahren verbunden – ich ersuche alle Bergsportler, die Warnungen ernst zu nehmen und verantwortungsvoll zu handeln“, sagt Katastrophenschutz-Leiter Harald Eitner. 

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