21.05.2014 15:30 |

krone.at-Filmkritik

So gut ist "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit"

Mit "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" geht die Saga um die Mutanten rund um Professor X in die mittlerweile fünfte Runde. Der auf den Regiestuhl zurückgekehrte Bryan Singer lässt Wolverine (Hugh Jackman) und Co. dabei frischer aussehen denn je. Das in den 70er-Jahren und einer düsteren Zukunft angesiedelte Abenteuer liefert ein regelrechtes Feuerwerk an spektakulärer Action - ohne dabei aber die zutiefst menschliche Geschichte hinter den Mutanten aus den Augen zu verlieren.

Zum Inhalt soll nicht allzu viel verraten werden: Angelehnt an einer der beliebtesten Geschichten der seit Jahrzehnten erfolgreichen Comic-Serie reist Wolverine in die Vergangenheit, um dort nichts Geringeres als die Zukunft von Mutanten und Menschen zu retten. Dank Zeitreise-Superkraft von Mistreiterin Kitty Pride (Ellen Page) wird das Bewusstsein des krallenbewehrten Mannes, der nicht sterben kann, in seinen eigenen Körper in den wilden 70er-Jahren verfrachtet.

"Mission Impossible" für Wolverine
Seine Mission: Im Auftrag von Professor X (Patrick Stewart) und Magneto (Ian McKellen) soll er deren jüngere Alter Egos (wie schon in "X-Men: First Class" von James McAvoy und Michael Fassbender gespielt) davon überzeugen, ein Attentat der blauhäutigen Gestaltwandlerin Raven (Jennifer Lawrence), später bekannt als Mystique, auf den Wissenschaftler Bolivar Trask ("Game of Thrones"-Star Peter Dinklage) zu verhindern.

Eine wahrhafte "Mission Impossible" für Wolverine, sind doch die jüngeren Versionen der beiden Mutantenführer erbitterte Erzfeinde - der eine dem Alkohol verfallen, der andere von der US-Regierung weggesperrt. Was passiert, wenn der X-Man scheitert, zeigt der Blick in die düstere Zukunft gleich zu Beginn des Films, in dem sich die Leichen ermordeter Mutanten und ihrer menschlichen Sympathisanten stapeln.

Erfolgreiche Rückkehr für Regisseur Bryan Singer
In dem sich daraufhin entfaltenden Spektakel feuert Regisseur Bryan Singer, der neben Sam Raimis "Spiderman" mit den ersten beiden Teilen "X-Men" und "X2" das Superhelden-Genre vor mehr als einem Jahrzehnt als dominierende Kraft an den Kinokassen positionierte, aus allen Zylindern.

So fliegen in "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" auf Mutantenjagd programmierte Kampfroboter durch die Lüfte, ein superschneller Nachwuchs-Held stürmt ohne große Mühe das Pentagon und ein ganzes Sportstadion wird kurzerhand rund um das Weißen Haus "abgeladen". Ja allein die Zahl der mitwirkenden X-Helden toppt alles bisher Dagewesene.

Doch trotz all der Spezialeffekte-geladenen Elemente behalten Singer und sein Team in Teil fünf der Saga die menschliche Komponente im Fokus der Handlung. Das Endresultat wirkt - auch dank der durchwegs großartigen Schauspieler - bis zum fulminanten Showdown, bei dem auch US-Präsident Richard Nixon mitmischen darf, keine einzige Minute überladen.

Ein Leckerbissen für eingefleischte X-Fans
Ein wahrer Superhelden-Leckerbissen, der fein garniert mit Gags und Anspielungen auf alle vier bisherigen X-Filme und auch die Jahrzehnte an Geschichten umfassende Comic-Reihe jeden eingefleischten Fan der Mutanten mehr als nur zufriedenstellen dürfte. Sehr zur Freude wahrer X-Liebhaber gelingt Singer sogar das Kunststück, teils grobe Mängel des von vielen als Tiefpunkt der Serie bezeichneten dritten Films, "X-Men: Der letzte Widerstand", auszubügeln.

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