21.05.2014 09:27 |

Ukraine-Krise

Moskau testet Rakete, USA entsenden Kriegsschiff

Während in der südukrainischen Stadt Nikolajew am Mittwoch der dritte Runde Tisch zur Lösung des Konflikts stattfindet, lassen die beiden Großmächte USA und Russland weiter ihre militärischen Muskeln spielen. Moskau hat am Dienstag erneut eine ballistische Interkontinentalrakete getestet. Die USA wiederum entsandten einen weiteren US-Kreuzer in die Region.

Der Kreuzer "Vella Gulf" werde voraussichtlich noch diese Woche in der Region eintreffen, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Dienstag. Seit dem Beginn der Ukraine-Krise entsandten die USA mehrfach Kriegsschiffe ins Schwarze Meer, unter anderem für gemeinsame Übungen mit NATO-Staaten in der Region. Zudem verstärkte Washington seine Truppenpräsenz in den osteuropäischen NATO-Staaten.

Dritter russischer Raketentest binnen weniger Monate
Russland hat unterdessen den bereits dritten erfolgreichen Raketentest seit vergangenem Dezember durchgeführt. Die Rakete vom Typ Rs-12M Topol ICBM sei von einer Abschussrampe in Kapustin Jar nahe dem Kaspischen Meer gestartet und wie geplant auf dem von Kasachstan gepachteten Testgelände Sari Schagan gelandet, meldeten die russischen Nachrichtenagenturen Interfax und Itar-Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Ziel des Tests sei die Erprobung eines möglichen Sprengkopfes gewesen, sagte demnach Ministeriumssprecher Igor Jegorow.

Interkontinentalraketen können mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden. Der Raketentyp wurde bereits in den 1980er-Jahren in Dienst gestellt und mehrfach verändert und modernisiert. Die maximale Reichweite beträgt 10.000 Kilometer.

Zehntausende folgten Protest-Aufruf von Oligarch Achmetow
Indes bleiben die Fronten in der Ostukraine vor den Präsidentschaftswahlen am kommenden Sonntag weiterhin verhärtet. Während die ukrainische Armee ihren "Anti-Terror-Einsatz" gegen prorussische Separatisten fortsetzt, zeigen nun auch immer mehr Teile der Bevölkerung offene Ablehnung gegenüber den bewaffneten Milizen. Viele Menschen folgten dem Aufruf des Oligarchen und reichsten Ukrainers Rinat Achmetows, Widerstand gegen die Milizen zu leisten. Mit einem kurzen Warnstreik und ohrenbetäubendem Autohupen haben Zehntausende Bürger ein Ende der Gewalt in der Region gefordert.

Die moskautreuen Aktivisten ließen kein gutes Haar an der Kampagne des Oligarchen. "Achmetow hat seine Wahl getroffen, leider richtet sie sich gegen die Bevölkerung im Donbass", sagte Separatistenführer Denis Puschilin. Der Oligarch habe sich "für den Terror" gegen das Volk entschieden.

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