Tiroler (32) abgezockt

Tausende Euro für leeres „Love Coach“-Gefasel

Tirol
14.02.2026 05:30

Wenn am Valentinstag Herzen höherschlagen, wittern dubiose Liebesberater das große Geschäft. Ein 32-jähriger Tiroler tappte in die Liebesfalle und bleibt vorerst auf teuren Phrasen sitzen.

Rote Rosen, kitschige Herzchen, verliebte Pärchen auf den Straßen – für viele ist der Valentinstag der schönste Tag im Jahr. Andere hingegen spüren an diesem besonders schmerzlich, was ihnen fehlt: Liebe, Nähe und jemand an ihrer Seite.

Genau diese Sehnsüchte, die am „Tag der Liebe“ besonders groß sind, nutzen aber selbst ernannte „Love Coaches“ schamlos aus. Sie verkaufen nämlich Hoffnung – zu Preisen, die in keinem Verhältnis zur gebotenen Leistung stehen.

Tiroler erhoffte sich große Liebe
Auch ein 32-jähriger Tiroler tappte kürzlich in die Liebesfalle. Ihm wurde versprochen, „unwiderstehlich“ zu werden – sieben Dates in sieben Tagen, inklusive Erfolgsgarantie. Kostenpunkt: satte 2500 Euro! „Geliefert wurden veraltete Videos, leere Phrasen und Tipps, die frei im Internet zu finden sind“, sagt der Liebeshungrige heute und schämt sich für seine Gutgläubigkeit.

Im Video-Call geschickt unter Druck gesetzt
Verkauft wurde das Coaching in geschickten Video-Calls. „Ich wurde massiv unter Druck gesetzt. Ohne Bedenkzeit musste ich ein Formular durchklicken – inklusive Verzicht auf das Rücktrittsrecht“, erinnert sich der Single.

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Grundsätzlich gilt ein 14-tägiges Rücktrittsrecht – selbst dann, wenn Betroffene im Eifer des Gefechts einen Verzicht angeklickt haben.

Der Anwalt des 32-Jährigen

Doch genau hier liegt der Knackpunkt: „Rechtlich sind solche Verträge oft nicht wasserdicht“, betont ein Innsbrucker Rechtsanwalt, der für seinen Mandanten darum kämpfen will, den Vertrag für ungültig erklären zu lassen. „Bei telefonisch angebahnten Dienstleistungsverträgen braucht es eine schriftliche Doppelbestätigung. Außerdem gilt grundsätzlich ein 14-tägiges Rücktrittsrecht – selbst dann, wenn Betroffene im Eifer des Gefechts einen Verzicht angeklickt haben.“

Bleibt zu hoffen, dass die Sehnsucht nach Liebe zumindest kein Loch in das Konto des 32-Jährigen reißt. „Er hat aus dem Fall aber immerhin gelernt, dass man Liebe nicht kaufen kann – und schon gar nicht mit fadenscheinigen Tipps für insgesamt 2500 Euro“, erklärt der Anwalt.

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