Gleich aus zwei Gasthausküchen klauten die Rankweiler Florianijünger Rankweil den Braten samt Beilage. In Bludenz hatten es Bürgermeister Simon Tschann und einige der Stadträte auf das Mittagsmahl in der „SeneCura“ abgesehen.
Der Plan der Feuerwehr war wohlüberlegt: Die Wirtsleute des Gasthofs Mohren und des Rankweiler Hofs wurden durch einen fingierten Bobby-Car-Unfall bzw. einen Brand im Garten abgelenkt. Auch die Polizei drückte ein Auge zu und ließ die Florianis mitsamt den Braten abziehen. Der erfolgreiche Coup wurde anschließend im Feuerwehrhaus gefeiert.
Dass ein Braten am „gumpiga Donnschtig“ nicht unbeaufsichtigt bleiben sollte, bewiesen auch der Bludenzer Bürgermeister Simon Tschann und seine beiden Stadträte Andreas Fritz-Wachter und Joachim Weixlbaumer. Gegen 11.30 Uhr schlugen die Stadtpolitiker – unterstützt durch ein Ablenkungsmanöver der Kinder der Kleinkindbetreuung „Farbtüpfle“ – in der „SeneCura“ zu. Tschann und seine Mitstreiter kehrten jedoch reumütig zurück, um den Braten mit allen zu verspeisen.
Der „närrische Diebstahl“ steht in alter Tradition: Seit dem 13. Jahrhundert dürfen Narren am „gumpiga Donnerstag“ symbolisch einen Braten stehlen – einst die letzte Gelegenheit vor der Fastenzeit, Fleisch zu genießen.
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