Nach behördlichen Schließungen mehrerer Steinbrüche im Südburgenland erfolgte am Donnerstag der nächste Paukenschlag: Die Asfinag ließ auf der S7 Rastplätze sperren, auch McDonald's leitete Maßnahmen ein. Die Grünen drängen bei dem heiklen Thema nun auch in der Steiermark auf Transparenz.
Die Asbest-Causa gewinnt an Brisanz: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat im Burgenland weitere Standorte mit teils stark asbestbelastetem Material identifiziert, dies wurde am Donnerstag bekannt. Die jüngsten Proben stammen von den beiden gegenüberliegenden Asfinag-Rastplätzen Mogersdorf auf der S7, von einem Spielplatz der Fast-Food-Kette McDonald‘s in Oberpullendorf, dem Businesspark Steinberg-Dörfl sowie einem Parkplatz im ungarischen Bozsok. Die betroffenen Unternehmen und Betreiber wurden über die Testergebnisse umgehend informiert.
„Reine Vorsichtsmaßnahme“
Und es wurde auch rasch reagiert: Die Rastplätze sind bereits gesperrt – „eine reine Vorsichtsmaßnahme“, wie seitens der Verantwortlichen gegenüber der „Krone“ betont wird. Es gehe primär um Schotter, der abeits der Straße liegt. McDonald’s Österreich zögerte ebenso nicht, laut Greenpeace soll „verdächtiger“ Schotter großzügig an den betroffenen Stellen entfernt werden.
„Klarheit schaffen“
Nachdem zuletzt Meldungen bekannt wurden, wonach asbestbelasteter Streusplitt auch in anderen Bundesländern eingesetzt worden sein soll, legen die steirischen Grünen nun einen Gang nach: Kontrollsprecher Lambert Schönleitner bringt das Thema mit einer Dringlichen Anfrage in die nächste Landtagssitzung ein. Ziel ist es, „Klarheit darüber zu schaffen, ob und in welchem Ausmaß asbesthaltiges Material in der Steiermark in Verkehr gebracht oder verbaut“ worden sein könnte.
Die Anfrage richtet sich sowohl auf mögliche Lieferungen aus dem Burgenland als auch auf steirische Bergbaugebiete, in denen asbesthaltiges Grundgestein vorkommt. Abgefragt werden unter anderem bereits durchgeführte Prüfungen, bekannte Lieferketten sowie Maßnahmen, mit denen mögliche Gesundheitsrisiken ausgeschlossen werden sollen. „Hier geht es nicht um Alarmismus, sondern um das Vorsorgeprinzip!“ Die aktuellen Berichte aus anderen Bundesländern würden zeigen, dass Asbestfunde nicht an Landesgrenzen Halt machen.
Transparenz im Fokus
Nach Angaben der Grünen wenden sich zunehmend Steirer mit Sorgen an die Politik. Viele Menschen fragen sich, ob sie im Alltag – etwa auf Straßen, Spielplätzen oder im unmittelbaren Wohnumfeld – mit belastetem Material in Kontakt gekommen sein könnten. Mit der Dringlichen Anfrage soll „Transparenz geschaffen und frühzeitig gehandelt werden, um mögliche Risiken abzuklären.“
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