Stuben ist ein beliebter Ausgangspunkt für all jene, die einen Tag im Skigebiet „Ski Arlberg“ verbringen wollen. Abseits der Pisten lässt sich die kleine Ortschaft und ihre Umgebung auf dem Winterwanderweg oder der Langlaufloipe erkunden.
Stuben ist kein Ort, der sich in den Vordergrund drängt. Wer hier ankommt, ist meist auf dem Weg: über den Arlberg, hinein oder hinaus aus dem Klostertal. An der Westrampe der Arlbergstraße liegt das Dorf wie eine schmale Zäsur im Gebirge – klein und kompakt. Und doch war Stuben lange ein Knotenpunkt: Säumer, Postkutschen, später Skifahrer und Durchreisende haben hier Halt gemacht. Hier vereinigen sich der Stubenbach und der Rauzbach und bilden die Alfenz, den 26 Kilometer langen Hauptfluss im Klostertal.
Aufgrund ihrer Lage auf über 1400 Meter Höhe und am Fuße des Arlbergs fungierte die kleine Ansiedelung lange Zeit als letzte Station vor dem Erklimmen der Arlberg-Höhe. Die erste urkundliche Erwähnung datiert ins Jahr 1330 und bezeichnet den Ort, der damals nicht viel mehr als eine Poststation mit Gaststätte war, als „des Kaisers höchste Stuben“. Reisende und Fuhrleute konnten hier einkehren, Rast machen und sich stärken – was vor allem während der Wintermonate von großer Bedeutung war.
Die Entwicklung der Vorarlberger und Ostschweizer Textilindustrie sowie des Postverkehres brachte für Stuben ebenfalls einen kurzen wirtschaftlichen Aufschwung. Mit Eröffnung der Arlbergbahn von Langen nach St. Anton im Jahr 1884 wurde es um die Poststation am Fuße des Arlbergs jedoch ruhiger. Erst der Wintersport zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Zunahme des motorisierten Individualverkehrs sorgten wieder für einen Zustrom an Reisenden.
Am ursprünglichen Standort der Fritz-Kapelle, an der alten Landesstraße am Arlberg, stand bereits zuvor ein der heiligen Anna gewidmeter Bau. Der Name leitet sich von der Stifterin Maria Kreszenz Fritz (geb. Greber, 1782 bis 1868) ab, die das kleine Gotteshaus nach dem Tod ihres Mannes, dem Postmeister Johann Josef Fritz (1777 – 1846), errichten ließ. Als Baumaterial wurde Tuff aus dem Montafon verwendet, der Eingang war zur Straße an den Arlberg ausgerichtet. 1942 wurden die Kapelle sowie die Station der Materialseilbahn der Kaltenberghütte durch eine Staublawine zerstört. Die Kapelle wurde von der Familie Fritz wieder aufgebaut, jedoch der Glockendachreiter weggelassen und die Glocke wie heute in den Dachfirst integriert. Zum Schutz der Kapelle wurde ein Lawinenkeil aufgeschüttet. Als der Passürtobel-Tunnel und die Ralegg-Galerie gebaut wurden, musste die Kapelle abgerissen werden. Auf Wunsch des letzten Vertreters der namensgebenden Familie wurde das kleine Sakralgebäude am heutigen Standort wieder aufgebaut und am 27. Juli 1997 eingeweiht.
Heute ist der Wintertourismus wenig überraschend der größte Wirtschaftszweig, da sich Stuben direkt am Skigebiet „Ski Arlberg“ befindet. Darüber hinaus gibt es auch eine Langlaufloipe sowie eine Winterwanderstrecke für all jene, die es etwas gemütlicher angehen wollen und die Ruhe abseits der Pisten schätzen. Die Wanderroute ist auch für Familien geeignet oder als Auslaufstrecke mit dem Vierbeiner.
Startpunkt ist bei der Stubner Tiefgarage beziehungsweise der Skipasskassa. Dort sieht man bereits die pinkfarbigen Hinweisschilder, die die Wanderstrecke markieren. Der Weg führt talauswärts, vorbei an der kleinen Talstation der Materialseilbahn für die Kaltenberghütte, welche sich auf 2100 Meter Höhe befindet und im Winter geschlossen ist. Danach geht es ein Stück weit entlang des Tunnels beziehungsweise der Ralegg-Galerie, bevor die Route bei der Fritz-Kapelle einen Bogen macht und entlang des Alfenzverlaufs zurück nach Stuben führt.
Typ: gemütliche Rundwanderung beziehungsweise Langlaufstrecke
Dauer: je nach gewählter Variante 30 Minuten oder eine knappe Stunde
Startpunkt: bei der Tiefgarage in Stuben Ausrüstung: Winterwanderschuhe oder Langlaufausrüstung mit entsprechender Kleidung
Mehrere Einkehrmöglichkeiten direkt in Stuben Öffentliche Verkehrsmittel: Buslinie 750 S ab Bahnhof Langen am Arlberg bis Stuben Hotel Post oder Buslinie 720 ab Bludenz Bahnhof bis Stuben
Die Langlaufloipe verläuft zum größten Teil parallel zum Winterwanderweg, welcher direkt gegenüber dem Restaurant Fuxbau endet, dessen Terrasse auch im Winter geöffnet ist. In der Ortschaft gibt es weitere Möglichkeiten für eine gemütliche Einkehr.
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