Klirrende Kälte

Stadt erstellt Notfallplan für obdachlose Bürger

Kärnten
23.01.2026 18:00

Der kalte Winter mit teils zweistelligen Minusgraden stellt für obdachlose Menschen eine besondere Gefahr dar. Die Lage in der Klagenfurter Notschlafstelle spitzt sich zu, es gibt kaum noch Plätze.

Während die meisten von uns in warmen Wohnungen die Heizung höher drehen, kämpfen Menschen ohne eigenes Zuhause ums nackte Überleben. Der kalte Winter mit teils zweistelligen Minusgraden in der Nacht stellt für obdachlose Menschen eine besondere Gefahr dar. Die Caritas-Notschlafstelle Eggerheim in Klagenfurt ist derzeit komplett ausgelastet. Jetzt setzen Stadt und Caritas daher einen Notfallsplan um.

Die eisige Kälte ist eine große Gefahr.
Die eisige Kälte ist eine große Gefahr.(Bild: Caritas)
Obdachlose müssen bei der Kältewelle überleben.
Obdachlose müssen bei der Kältewelle überleben.(Bild: Christian Jauschowetz)

Gemeinde Waidmannsdorf und Volkshilfe helfen aus
Demnach werden in einem ersten Schritt obdachlose Frauen im „Hilda Schärf Heim“ der Volkshilfe versorgt. Dadurch können zusätzlich zehn Männer in der Caritas-Notschlafstelle übernachten. Außerdem wurde bereits im Jugend- und Familiengästehaus Klagenfurt Raum für weibliche Kälteopfer zur Verfügung gestellt. Reichen die 40 Betten für Männer in der Notschlafstelle nicht aus, dann wird das Gemeindezentrum Waidmannsdorf für obdachlose Männer geöffnet. „Villach oder Völkermarkt haben keine Notschlafstellen. Wir decken hier den Bedarf für ganz Kärnten ab. Ich appelliere daher eindringlich an das Land, diese Verantwortung wahrzunehmen und dafür zu sorgen, dass Obdachlose möglichst nah in ihren Bezirken versorgt werden können“, fordert Bürgermeister Christian Scheider.

Nur Klagenfurt bietet in Kärnten Schlafstelle an
Die Stadt Klagenfurt übernimmt insgesamt 300.000 Euro der Bedarfskosten, das Land nur 100.000, den Rest stemmt die Caritas. Caritasdirektor Ernst Sandriesser: „Die Gesamtausgaben betragen aber etwa eine Million Euro!“ Die Situation sei nicht neu. „Und die Zahlen der Obdachlosen steigen. Hatten wir im Eggerheim in den letzten fünf Jahren im Schnitt noch 600 Besucher im Jahr, so sind jetzt über 1000! Klagenfurt allein wird es nicht schaffen. Gemeinden und Land Kärnten müssen uns mehr unterstützen. Wir brauchen auch zwei, drei neue Mitarbeiter.“

Spenden von der Bevölkerung
Um obdachlose Menschen mit dem Nötigsten versorgen und sie auf dem Weg zurück ins Leben mit einer eigenen Wohnung begleiten zu können, ist die Caritas Kärnten auch dringend auf Spenden angewiesen. Sandriesser: „Ich bin dankbar, dass uns die Bevölkerung unterstützt. Jede Spende, ob groß oder klein, hilft uns dabei, warme Kleidung und Schlafsäcke auszugeben, die Versorgung mit warmem Essen sicherzustellen und Menschen in akuter Gefahr zu schützen! Die Nächte sind bitterkalt, die Not von Menschen, die bei uns Schutz und Hilfe suchen, ist sehr groß. Bitte helfen Sie obdachlosen Menschen jetzt!“

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