Das Land und die Vorarlberger Wirtschaftskammer bündeln ihre Kräfte beim Bürokratieabbau. Um den Wirtschaftsstandort zu stärken, soll der Fokus auch auf Forschung und Fachkräften liegen.
„Investitionspakete stärken einen Wirtschaftsstandort nur kurzfristig“, stellte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) zu Beginn der Pressekonferenz zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Vorarlberg fest. Langfristige Effekte erhoffen sich die politisch Zuständigen sowie Wirtschaftskammerpräsident Karlheinz Kopf und Direktor Julian Fässler, indem sie auf drei neu definierte Schwerpunkte setzen. Neben dem oft thematisierten Bürokratieabbau soll es künftig darum gehen, Forschung und Innovationen zu forcieren. Zudem soll die Fachkräfteausbildung weiter vorangetrieben werden.
Im Landhaus hätten die Mitarbeiter der neu gegründeten Stelle zum Bürokratieabbau ihre Arbeit aufgenommen. Künftig sollen sie eng mit den Zuständigen der Ombudsstelle der Wirtschaftskammer zusammenarbeiten, berichtete Wallner. „Es werden große Gesetzesmaterien angepackt, die vor allem die Bereiche Raumplanung, Baugesetz, Bautechnikverordnung und das Naturschutzgesetz betreffen.“ Letztlich gehe es darum, in diesen vier Bereichen besser, schneller und standortfreundlicher zu werden.
Schwerpunkte für Forschung
Was das Themenfeld Forschung und Innovationen angeht, soll die Fachhochschule Vorarlberg mit ihren Forschungszentren weiter im Mittelpunkt stehen. „Es wird einen Auftrag des Landes und der Wirtschaftskammer an die Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH geben, gemeinsam mit der FH strategische Schwerpunkte für überbetriebliche und betriebsnahe Forschung zu entwickeln“, versprach Karlheinz Kopf. Was die Ausbildung angeht, sollte man weiter auf die duale Ausbildung setzen, da diese die Grundlage für ein hohes Qualifikationsniveau sei.
In den Schulen müssten die Schwächen bei den Grundfertigkeiten behoben werden, denn noch immer werde in Lehrbetrieben über Defizite geklagt. Um die Vorarlberger Schüler für Mathematik und Naturwissenschaften zu begeistern, soll es in naher Zukunft zwei KI-Erlebniswelten geben. Unterm Strich gehe es angesichts der leichten Anzeichen des wirtschaftlichen Aufschwungs darum, auf allen Ebenen entschlossen zu handeln. „Wir haben die verdammte Verpflichtung“, gab sich Kopf kämpferisch.
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