Egal, ob Verpackungen aus Kunststoff oder Metall, sie kommen beide in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Wer Verpackungen richtig trennt, spart knappe Rohstoffe und teure Energie. Ein kleiner Handgriff mit großer Wirkung.
Besonders den Wiener:innen ist dies im Jahr 2026 wichtig: Laut einer aktuellen Umfrage wollen 31% ihren Abfall künftig noch genauer trennen.
Was gehört nun alles in die Gelbe Tonne?
Eine Frage, die sich bestimmt schon viele gestellt haben. Seit 01.01.2025 gehören österreichweit alle leeren Kunststoff- und Metallverpackungen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack: von der Konservendose über Joghurtbecher und Chipssackerl bis hin zu Milchkartons, Shampoo- und Sprühflaschen. Wichtig ist: Es geht immer um Verpackungen – nicht um Spielzeug oder andere Gegenstände aus Kunststoff oder Metall, die keine Verpackungsprodukte sind.
Werden Verpackungen wirklich verbrannt?
Nein! Moderne Sortieranlagen in Österreich erkennen und trennen die verschiedenen Verpackungsarten ganz genau. In den Hochgeschwindigkeits-Anlagen werden mehrere Tonnen pro Stunde nach unterschiedlichen Kunststoffarten, Metallen, Getränkekartons und Aluminium getrennt. Denn nur, wenn die Verpackungen sortiert wurden, können sie später recycelt werden.
So entsteht zum Beispiel aus einer alten Spülmittelflasche wieder eine neue. Landen Kunststoff- oder Metallverpackungen jedoch im Restmüll, werden sie meistens verbrannt. Das heißt: In der schwarzen Tonne geht die Reise für Verpackungen zu Ende. Deshalb ist es so wichtig, richtig zu trennen, denn: Jede Verpackung zählt!
Aber warum der ganze Aufwand?
Je besser wir unsere Verpackungen trennen, desto genauer können Sortieranlagen arbeiten und desto höher fällt die Recyclingquote aus. Das ist wichtig, denn in Verpackungen verstecken sich wichtige Rohstoffe, die wiederverwertet werden können. Vereinfacht gesagt: Aus alten Verpackungen können neue Dinge oder wieder Verpackungen entstehen. So müssen keine neuen Rohstoffe importiert werden und gleichzeitig wird Energie gespart.
Mit recycelten Verpackungen benötigen wir weniger Energie als für die Produktion neuer Verpackungen. Zum Vergleich: Bereits eine recycelte Spülmittelflasche spart Energie für sechs Stunden Fernsehen und eine Tierfutterschale spart zwei Stunden Laptop-Zeit.
Also: Wien, du packst das!
Alle Verpackungen aus Kunststoff und Metall gehören in die Gelbe Tonne (ausgenommen Pfandverpackungen). Dabei nicht vergessen, Reste zu entleeren und sie zusammenzudrücken. So spart man nicht nur Platz in der Tonne oder dem Sack, sondern die Sammelfahrzeuge fahren nicht mit „Luft“ spazieren.
Getrennte Verpackungen sind die Grundlage dafür, dass Sortieranlagen die Materialien erkennen, trennen und wiederverwerten können. So entstehen aus alten Verpackungen neue Produkte. Wer sich unsicher ist, nutzt am besten den ARA Recycling-Guide. Dort lässt sich mit nur wenigen Klicks nachschlagen, wohin welche Verpackung genau gehört. Aus Fragezeichen im Alltag werden dadurch schnell neue Routinen, die irgendwann dann ganz automatisiert funktionieren.
Mit den gesammelten Verpackungen geht es dann zur nächsten Sammelinsel. Diese ist meist nur wenige Meter von deinem Wohnort entfernt – der digitale Wien-Stadtplan erleichtert die Suche nach dem nächstgelegenen Sammelpunkt. Und mit der Gelben Tonne direkt vor der Haustür wird Sammeln und Trennen gleich noch viel bequemer.