Der Sauschädl ist fixer Bestandteil des Linzer Neujahrsempfangs – und doch bleibt er für viele ein Rätsel. Jahr für Jahr wird er feierlich angeschnitten, kommentiert und fotografiert. Welche Rolle das traditionsreiche Ritual tatsächlich spielt und ob er auch wirklich schmeckt, wollte die „Krone“ wissen.
Rund 700 Besucher ließen sich die Premiere von Bürgermeister Dietmar Prammer nicht entgehen. Beim Neujahrsempfang im Alten Rathaus zeigte sich der neue Stadtchef bestens vorbereitet und stimmte Politik, Wirtschaft und Society auf das kommende Jahr ein. Nach exakt 52 Minuten Redezeit war es dann so weit: Prammer bat Landeshauptmann Thomas Stelzer zum obligatorischen Sauschädel-Anstich – einem Fixpunkt, ohne den ein Linzer Neujahrsempfang schlicht undenkbar wäre.
Gegessen haben sie ihn noch nie
Denn der Sauschädel ist weniger Publikumsmagnet als vielmehr Tradition. Dabei handelt es sich um einen gekochten und anschließend gebratenen Schweinskopf, außen resch, innen saftig, optisch durchaus gewöhnungsbedürftig – kulinarisch aber ein uriges Bekenntnis zur regionalen Küche. Auf die Frage, wie er denn schmeckt, mussten Prammer wie auch Stelzer schmunzelnd passen: Beide sind zwar routiniert im Anschneiden, gegessen haben sie den Sauschädel allerdings noch nie.
„Schmeckt besser, als er aussieht“
Sachkundige Hilfe kam von LR Markus Achleitner, der das Brauchtum auch geschmacklich verteidigt: „So ein Sauschädel ist schon was Feines – gut gemacht muss er halt sein.“ Ähnlich sah das Linz-FP-Chef Michael Raml: „Richtig zubereitet schmeckt er besser, als er aussieht.“ Und weil Tradition in Oberösterreich bekanntlich nicht halbherzig gepflegt wird, hatte Caterer Caseli vorsorglich einen zweiten Sauschädel vorbereitet – geliefert vom Fleischer Pröll aus Vorchdorf.
Neben vielen anderen auch unter den Gästen: Fürst Georg Starhemberg, Unternehmer Josef Schachermayr, Stefanie Christina Huber (Sparkasse Oberösterreich), Franz Gasselsberger (Oberbank), Markus Auer (VKB), Klaus Kumpfmüller (Hypo Oberösterreich), Linz AG-General Erich Haider und Linz-Tourismus-Boss Dieter Recknagl.
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