Auf Vorarlbergs Hauptverkehrsrouten waren 2025 deutlich mehr Lkw unterwegs als im Jahr davor. Das hat vor allem mit der Wiedereröffnung des Arlbergtunnels nach dessen Sanierung zu tun.
Im Jahr 2024 ist der Arlbergtunnel bekanntlich saniert worden. Aufgrund der Arbeiten war die Tunnelröhre monatelang gesperrt, was naturgemäß auch Auswirkungen auf den Schwerverkehr hatte, da viele Lkw großräumig ausweichen mussten. Seit der Wiedereröffnung hat die Lkw-Frequenz wieder merklich angezogen: Im Vergleich zum Jahr 2024 nahm bei gleich 19 der 20 Zählstellen auf der Arlbergschnellstraße (S16) und der A14 der Lkw-Verkehr zu, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. Im Vergleich zum Jahr 2022, also vor der Sanierung des Arlbergtunnels, waren allerdings im Vorjahr auf Vorarlbergs Hauptverkehrsrouten deutlich weniger Lkw unterwegs – so wurden auf der S16 um sieben Prozent weniger Fahrten gezählt.
Herausforderung für die Infrastruktur
Was allerdings nichts am Fakt ändert, dass die Schwerverkehrsbelastung in Vorarlberg nach wie vor sehr hoch ist. So fuhren auf der A14 allein in den ersten elf Monaten 2025 1,39 Millionen Lkw durch den Pfändertunnel, bei Dornbirn wurden 1,32 Millionen Lkw gezählt, bei Götzis 1,1 Millionen und bei Feldkirch eine Million. Den Arlbergtunnel (S16) haben in diesem Zeitraum immerhin fast 500.000 Lkw passiert. Die hohe Frequenz ist auch eine Herausforderung für die Infrastruktur: Ein 26-Tonnen-Lkw mit drei Achsen belastet die Straßen so stark wie rund 26.000 Pkw, ein 40-Tonner mit fünf Achsen sogar so stark wie 32.000 Pkw.
Umso wichtiger ist es, den Schwerverkehr auf die Schiene zu verlagern. Seitens des VCÖ wird vorgeschlagen, die Zahl der betrieblichen Gleisanschlüsse zu erhöhen, zudem wird eine EU-weite Mindestmaut, in der die Folgekosten des Schwerverkehrs inkludiert sind, gefordert. Aber auch über den privaten Konsum kann der Lkw-Verkehr eingedämmt werden: Es gilt, regionalen und langlebigen Produkten den Vorzug gegenüber Wegwerfwaren zu geben, weiters sollten Abfälle, etwa bei den Lebensmitteln, vermieden werden.
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