Am Sonntag hob sie nach Lettland ab, wo auf OÖ-Biathlon-Hoffnung Rosaly Stollberger ab Mittwoch frostige Bedingungen von rund -15 Grad warten. Der „Krone“ verriet die 19-Jährige, mit welchen Tricks sie sich gegen die Eiseskälte schützt – sofern die Bewerbe überhaupt stattfinden und sie nicht umsonst geflogen ist.
Der Winter hat Oberösterreich fest im Griff und sorgt für eisige Temperaturen. Für Rosaly Stollberger wird’s nun nochmal frostiger: Am Sonntag hob die Biathlon-Hoffnung nach Lettland ab. In Madona sind rund um die -15 Grad prognostiziert, wenn ab Mittwoch der IBU Junior Cup angesetzt ist. Danach wird’s für die 19-Jährige in Imatra/Fin auch nicht gerade angenehm.
Letzte Saison Probleme mit der Lunge
Wobei noch gar nicht sicher ist, ob die Bewerbe überhaupt steigen können! „Unter minus 15 Grad kann laut IBU-Regulativ abgesagt werden. Die gefühlte Temperatur ist immer stark vom Wind abhängig“, nickt OÖ-Landestrainer Markus Michelak. „Ich geh’ fix davon aus, dass alles steigen wird“, sagt Rosaly, die früher mit Belastungsasthma zu kämpfen hatte und die die letzte Saison fast gänzlich verpasste, weil sie wegen Lungenproblemen sechs Wochen krank war.
Auf Finger ist besonders zu achten
Heuer greift die Windischgarstenerin, die sich dank Sponsoren wie „Harreither“ und „Start up Sport“ durchkämpft, neu an – und rüstet sich nun für die Eiseskälte! Mit Vaseline wird die Haut geschützt, Gesicht und Nase werden großflächig mit Tape verpickt. Während die Kleidungswahl eine Gradwanderung ist, da die Athleten beim Langlaufen nicht zu viel Gewicht mit sich herumtragen wollen, wärmen viele zum Schutz der Füße die Schuhe vor. Auf die Finger muss besonders geachtet werden. Denn geht im Abzugsfinger das Gefühl flöten, wird das Treffen der Scheibe im Frost zum puren Frust!
Am Schießstand besonders aufpassen
„Ich ziehe gleich drei Paar Handschuhe an, ein Paar muss ich beim Schießen ablegen. Das wurde im Trockentraining geübt, sonst verlierst du wichtige Sekunden“, sagt Stollberger. Ihre Munition wurde bereits im September in der Kältekammer einem Qualitätstest unterzogen, damit die Streuung nicht zu groß ist. „Beim Aufmagazinieren heißt’s aufpassen, dass die Munition nicht in den Schnee fällt, sonst ist sie vielleicht nicht mehr brauchbar“, sagt Rosaly. Für sie heißt’s am Schießstand, wo der Puls ja stets niedrig sein soll, nun umso mehr: Cool bleiben!
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