Telefonbetrug

73-Jährige fiel auf falsche Polizisten herein

Burgenland
10.01.2026 09:00

Eine Pensionistin aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung ist Opfer eines professionell inszenierten Telefonbetrugs geworden. Unbekannte Täter gaben sich als Polizisten aus und forderten 130.000 Euro, um die Tochter der Frau vor einer Gefängnisstrafe zu bewahren.

Besonders dreist gingen Telefonbetrüger bei einer 73-jährigen Frau aus dem Bezirk Eisenstadt vor. Gestern Mittag kontaktierte eine Frau die Pensionistin telefonisch und gab sich als Polizistin aus Wien aus. Sie berichtete von einem angeblichen Verkehrsunfall, bei dem eine schwangere Frau und ihr ungeborenes Kind ums Leben gekommen seien. Verursacht habe den Unfall, so die Anruferin, die Tochter der 73-Jährigen. Um eine drohende Haft abzuwenden, wurde eine Kaution von 130.000 Euro gefordert.

Übergabe in Wiener Neustadt
Kurz darauf schaltete sich ein Mann ein, der sich als Rechtsanwalt beziehungsweise Staatsanwalt ausgab. Im Hintergrund war eine weinende Frau zu hören, die als Tochter dargestellt wurde. Die Anrufer setzten die Pensionistin massiv unter Zeitdruck. Schließlich übergab sie den Bargeldbetrag an einem vereinbarten Treffpunkt in Wiener Neustadt an einen unbekannten Mann. Erst nachdem die Geldübergabe erfolgt war, konnte die Frau ihre tatsächliche Tochter erreichen. Der Betrug wurde erkannt, das Geld war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits weg.

Täterbeschreibung: 1,70 Meter, kinnlange, gelockte Haare
Der Mann, der das Geld entgegengenommen hat, ist laut Polizei 25 bis 30 Jahre alt, schlank und etwa 1,70 Meter groß. Er trug einen langen schwarzen Wollmantel, dunkle Jeans, eine Wollhaube sowie eine schmale schwarze Umhängetasche. Er hatte kinnlange, gelockte schwarze Haare, keinen Bart und keine Brille.

Betrugsmasche „Falsche Polizisten“
Die Polizei weist darauf hin, dass Polizeibeamte niemals Geld, Schmuck, Gold oder andere Vermögenswerte als Kaution verlangen. Wer einen entsprechenden Anruf erhält, soll sofort misstrauisch werden, das Gespräch beenden und direkt Kontakt mit einer echten Polizeidienststelle aufnehmen. Zusätzlich wird empfohlen, bei den genannten Angehörigen oder Verwandten nachzufragen, um zu überprüfen, ob tatsächlich etwas passiert ist.

Porträt von Burgenland-Krone
Burgenland-Krone
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