Alles neu im Jahr 2026

Unsicherheiten und offene Fragen sorgen die Bauern

Oberösterreich
09.01.2026 17:00

Bauern sehen sich zwischen strengen Standards und Importen zerrieben. Interessenvertreter fordern Klarheit und Fairness für die heimischen Landwirte, sowohl beim Mercosur-Freihandelspakt mit Südamerika als auch bezüglich des Handelsabkommen mit der Ukraine, Förderungen und EU-Budgetmittel.

Der Jahreswechsel ist geprägt von Ungewissheit – das spürt auch die Landwirtschaftskammer (LK) OÖ. Eines ist seit Freitag immerhin klar: Das Freihandelsabkommen Mercosur kommt – und treibt den heimischen Bauern und ihren Interessensvertretern Sorgenfalten auf die Stirn.

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Wir sind nicht grundsätzlich gegen Freihandelsabkommen, aber es braucht dringend faire Bedingungen für unsere heimischen Landwirte.

Franz Waldenberger, Präsident Landwirtschaftskammer OÖ

Inakzeptable Ungerechtigkeit
„Es ist inakzeptabel, dass die europäischen Institutionen unseren bäuerlichen Familienbetrieben immer höhere Standards auferlegen, gleichzeitig aber unseren Markt für Produkte öffnen, die diese Standards nicht einhalten“, bringt es Franz Waldenberger, Präsident der LK OÖ auf den Punkt. Nun fordern die Agrarier eine gegenseitige Angleichung der Standards und eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung – nicht nur mit Südamerika, sondern auch mit der Ukraine. Klimazölle für Düngemittel und die gestrichene Agrarmittel-Entlastung sorgen ebenfalls für schlechte Stimmung.

Fragliche Zugeständnisse
Daran können auch Budget-Zugeständnisse der EU kaum etwas ändern – zumal es auch hier viele Fragen gibt. Präsident Waldenberger und Kammerdirektor Karl Dietachmair sind sich einig: ohne stabile Rahmenbedingungen keine Investitionen und auch keine Versorgungssicherheit.

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