Prozess in Innsbruck

Schüler (16) soll seine Lehrerin bedroht haben

Tirol
08.01.2026 12:00

Ein 16-Jähriger soll in Tirol Mitschüler verprügelt, Schläge in Auftrag gegeben und eine Lehrerin bedroht haben. Doch vor Gericht stritt er fast alles ab. Glauben wollte dem Jugendlichen aber keiner. Dennoch schrammte er knapp an einer Verurteilung vorbei.

„Ich war im Poly sicherlich ein Problemschüler, aber seit ich eine Lehre mache, bin ich ein anderer Mensch“, meinte ein 16-jähriger Tiroler mit türkischen Wurzeln in Innsbruck vor Gericht.

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Du wirst meine Hand im Gesicht spüren ...

Der Jugendliche zu seiner Lehrerin

Streit mit Lehrerin während Pause
In seiner alten Schule soll er Klassenkameraden regelmäßig bedroht und verprügelt bzw. andere dazu angestiftet haben. Auch mit einer Lehrerin hat er sich offenbar angelegt. „Du wirst meine Hand im Gesicht spüren“, soll der pummelige Jugendliche zur Pädagogin gesagt haben – weil sie in der Pause die Toilettentüre offen haben wollte.

Angeklagter als Unschuldslamm
„Frau Rat, solche Sätze sind nicht in meinem Wortschatz“, gab sich der Angeklagte als Unschuldslamm. Auch, dass er bei einer Drohung gegenüber einem Mitschüler auf Allah geschworen haben soll, stritt er vehement ab. „Ich bin nicht einmal gläubig“, meinte der Jugendliche.

Antigewalttraining und Bewährungshilfe
Die Richterin glaubte dem 16-Jährigen auch aufgrund von sehr glaubwürdigen Zeugenaussagen kein Wort, bot ihm aber an, das Verfahren mit einer Probezeit von zwei Jahren einzustellen. Der frühere Poly-Schüler muss aber ein Antigewalttraining machen und bekommt Bewährungshilfe.

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