„Krone“-Gemeindeserie

Neumarkt investiert trotz anhaltender Krise

Salzburg
22.12.2025 15:00

Die Flachgauer Stadt Neumarkt darf trotz des Status als Ausgleichsgemeinde das alte Bezirksgericht im Zentrum kaufen. Auf längere Zeit gesehen ist das für Bürgermeister David Egger (SPÖ) ein Nullsummenspiel mit Mehrwert.

Schon jetzt ist klar, dass die Stadt Neumarkt am Wallersee auch im kommenden Jahr Ausgleichsgemeinde sein wird. Umso erstaunlicher ist es, dass die Gemeinde das alte Bezirksgericht – das neue ist nach Seekirchen übersiedelt – um 1,6 Millionen Euro kaufen kann beziehungsweise darf. Denn als Ausgleichsgemeinde muss das Land allen Investitionen zustimmen.

„Das Gebäude wird für Sicherheit und Infrastruktur verwendet, die oberste Priorität haben. Wir geben es im Baurecht weiter und können es so refinanzieren“, erklärt Bürgermeister David Egger (SPÖ). Neben der Polizei wird auch die Stadtbibliothek in dem großen denkmalgeschützten Gebäude eine neue Heimat finden.

Bürgermeister David Egger hat mit dem Gelände des ehemaligen Bezirksgerichts viel vor.
Bürgermeister David Egger hat mit dem Gelände des ehemaligen Bezirksgerichts viel vor.(Bild: Markus Tschepp)

Hinter dem Gericht sollen zusätzlich bis zu 13 geförderte Mietwohnungen für die Bevölkerung entstehen. „Und den großen Innenhof werden wir für die Öffentlichkeit zugänglich machen“, so der Stadtchef. So könnte etwa das Sommerkino dort veranstaltet werden.

Der Zeithorizont für das Projekt ist eng. Bis Ende 2028 soll alles fertig sein. „Es wird ja nichts billiger“, sagt Egger. 55 Prozent der Kosten übernimmt das Land, den Rest die Gemeinde. Außerdem wolle man die Zinsen für den Kredit schnell zurückzahlen.

Auch die Polizei soll im ehemaligen Bezirksgericht eine moderne Heimat bekommen.
Auch die Polizei soll im ehemaligen Bezirksgericht eine moderne Heimat bekommen.(Bild: Markus Tschepp)

Viele Arbeiten im Ort stehen jetzt noch bevor
Ein Kredit hat die Stadt laut Egger in die finanzielle Misere gestürzt. „Das Haus der Vereine ist ein tolles Projekt. Wir hätten es uns aber nicht leisten können“, ist der Bürgermeister überzeugt. In den kommenden Jahren stehen einige wichtige Sanierungen an, die zu großen Herausforderungen werden.

Ob beim Kindergarten, den Turnhallen, dem Seniorenheim oder dem Sportplatz: Überall gibt es dringenden Handlungsbedarf. Die neue Sportanlage musste ja schon gestrichen werden, „aber ein moderner Trainingsplatz muss auf jeden Fall kommen“, ist der Stadtchef sicher.

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