Der Wirtschaftsbund will im neuen Jahr die Exporte aus Oberösterreich stärken. Die Turbulenzen rund um die hohen Funktionärs-Gagen und den Abgang von Chef Harald Mahrer kostete die Landesorganisation des ÖVP-Bundes Mitglieder.
Zart, aber doch: Österreichs Wirtschaft wuchs im Jahr 2025 voraussichtlich um rund 0,5 Prozent. „Das Problematische ist, dass ein Großteil des Wachstums nicht auf die Privatwirtschaft zurückzuführen ist, sondern auf staatliche Investitionen“, meint Daniel Varro, Vizerektor der Uni Krems. Für Oberösterreich sieht er speziell im rückläufigen Export in die Vereinigten Staaten eine Schwierigkeit – beim Maschinenbau etwa brachen die Ausfuhren um ein Fünftel ein –, denn: „Die USA sind für Oberösterreich der zweitwichtigste Exportmarkt.“
Das Problematische ist, dass ein Großteil des Wachstums nicht auf die Privatwirtschaft zurückzuführen ist.

Daniel Varro, Universität Krems
Bild: Donau Uni Krems
ÖVP-Bund will Exporte forcieren
Hier will der ÖVP-Wirtschaftsbund im neuen Jahr ansetzen: „Wir verdienen mehr als jeden zweiten Euro im Ausland“, sagt Oberösterreichs Landesobfrau und Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer anlässlich eines Ausblicks auf 2026. Hummer plädiert dafür, die „Exportpotenziale“ zu nutzen, etwa durch den Abschluss von Freihandelsabkommen wie Mercosur.
Auch eine altbekannte Forderung erneuerte Hummer: Die Lohnnebenkosten sollen runter – finanzieren will die WKOÖ-Chefin das in Zeiten des Budgetdefizits durch Einsparungen etwa im Pensionssystem.
Von Euphorie ist noch keine Rede, aber der Kurswechsel ist eingeleitet. Das gilt auch für die Industrie.

Doris Hummer, Wirtschaftsbund
Bild: WKOÖ/Hannes Buchinger
Austritte wegen Gagen und WKO-Gehaltserhöhung
In Turbulenzen geriet der Wirtschaftsbund zuletzt selbst, musste doch der oberste Chef, Harald Mahrer, wegen hoher Gagen und einer geplanten Gehaltserhöhung abtreten. 25 Mitglieder sind deswegen aus dem Wirtschaftsbund in Oberösterreich ausgetreten – insgesamt hat die ÖVP-Organisation hierzulande rund 17.500 Mitglieder.
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