Beim Flughafen Memmingen wurden im vergangenen Jahr die selbst gesteckten Ziele übertroffen und ein Rekordergebnis erzielt. Für das gerade begonnene Jahr kündigt Flughafenchef Ralf Schmid dennoch einen Konsolidierungsprozess an.
Bereits kurz vor Weihnachten konnte beim Flughafen Memmingen das für 2025 gesteckte Ziel von 3,5 Millionen Passagieren überschritten werden. Insgesamt verzeichneten Süddeutschlands führender Low Cost Airport 3.698.900 Fluggäste, was einer Steigerung von 14,09 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Zu den Erfolgsfaktoren, die zu einer hohen Auslastung der Maschinen und zu immer neuen Flugzielen führen, zählt nach Angaben des Unternehmens der „Memminger Mix“, der neben klassischen Urlaubszielen vor allem in Ost-Europa eine stattliche Anzahl von Destinationen beinhaltet, die in erster Linie von Arbeitspendlern sowie deren Freunden und Verwandten genutzt werden. „Gerade für Vertreter von Pflegeberufen, Hotellerie und Gastronomie sind wir ein ganz wichtiges Bindeglied zwischen Heimat und Arbeitsplatz“, berichtet der Geschäftsführer des Memminger Flughafens, Ralf Schmid. Aber auch als Incoming Airport, der im Winter zahlreiche Skiurlauber aus ganz Europa verzeichne, spiele der Flughafen Memmingen eine immer größer werdende Rolle.
Die besondere Memminger Mischung der Destinationen spiegelt sich auch im Ranking der beliebtesten Reiseziele wider. Besonders gefragt waren im vergangenen Jahr Verbindungen nach Tirana und Palma de Mallorca. Ebenfalls zu den meistfrequentierten Zielen mit jeweils über 100.000 Passagieren zählten Pristina, Belgrad, Sofia, London-Stansted, Skopje, Banja Luka und Bukarest. Insgesamt gab es über 35.546 Flugbewegungen, was einem Plus von 12,3 Prozent entspricht. Linienflüge, die mit einer Steigerung von 14,41 Prozent überproportional gewachsen sind, tragen den Löwenanteil bei. Aber auch der Bereich der Business Jets, deren Vorteile insbesondere die heimische Wirtschaft zu schätzen weiß, entwickelt sich kontinuierlich.
Leichtes Wachstum geplant
In diesem Jahr setzt man beim Flughafen Memmingen auf ein leichtes Wachstum von rund fünf Prozent. Es gelte nun, die rasante Entwicklung der vergangenen Jahre zu verarbeiten. „Konsolidierung und Digitalisierung stehen insbesondere in der ersten Jahreshälfte im Vordergrund“, erläutert Ralf Schmid. Weiter ausgebaut werde die Infrastruktur. Dank der Senkung der Luftverkehrssteuer rechnet er in der zweiten Jahreshälfte mit einem beschleunigten Wachstum, da die Airlines auf dieses Signal warten und entsprechend reagieren werden. Schon Ende März taucht im Memminger Flugplan wieder das Ziel Targu Mures auf. Die rumänische Stadt wird dann erneut von „Wizz Air“ dreimal wöchentlich angeflogen.
Waren zu Jahresbeginn 388 Personen bei der Flughafen Memmingen GmbH und ihrer Tochterfirma ALLgate GmbH beschäftigt, die für die Passagier- und Flugzeugabfertigung verantwortlich zeichnet, so standen am Jahresende 432 Mitarbeitende auf den Lohn- und Gehaltslisten. Dazu zählen auch zwölf Auszubildende.
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