Ein aktueller Fall einer schwer Alkoholisierten am – wie könnte es anders sein – Rauschkogel in der Steiermark wirft Kostenfragen auf. Die Bergrettung verrechnet jeden Einsatz.
Auch wenn die Sache eigentlich nicht zum Lachen ist, sorgte ein Rettungseinsatz zu Silvester in der Hochsteiermark hinter vorgehaltener Hand für Schmunzeln. Denn, wie berichtet, Bergrettung und Flugretter mussten ausgerechnet am Rauschkogel bei Turnau eine Grazerin im Vollrausch retten.
Im Vollrausch gestürzt
Die 47-Jährige dürfte laut Polizei gemeinsam mit einem Begleiter (64) am Gipfel erhebliche Mengen Hochprozentiges getrunken haben. Beim Abstieg stürzte die schwer alkoholisierte Frau und blieb mit einer blutenden Kopfverletzung liegen. Alpinpolizei, Bergrettung und ein Notarzthubschrauber rückten aus und retteten die Wanderin.
Zahlt die Versicherung?
Jetzt wird aus aktuellem Anlass wieder heiß diskutiert: Wer zahlt diesen Einsatz? „Die Bergrettung Steiermark verrechnet jeden Einsatz an den Verunfallten“, sagt deren Sprecher Enrico Radaelli. Die entscheidende und je nach Fall individuelle Frage ist dann, wie der Verunfallte versichert ist und ob die Einsatzkosten übernommen werden. Wer Mitglied in einem alpinen Verein oder privat unfallversichert ist, sollte grundsätzlich alles zurückbekommen.
Wenn aber Alkohol im Spiel ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Versicherung aussteigt. Und das kann teuer werden: Alleine ein Standard-Bergrettungseinsatz kann zwischen 3000 und 10.000 Euro kosten, im Falle eines Hubschraubereinsatzes wird’s noch erheblich teurer ...
Die Einnahmen, die die Bergrettung bei ihren Einsätzen lukriert, fließen übrigens vollständig in Ausrüstung, Materialien oder Fahrzeuge – alle Bergretter in der Steiermark arbeiten ehrenamtlich.
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