Do, 21. Juni 2018

Weltklima

15.12.2005 17:57

Welttemperatur lag 2005 über dem Durchschnitt

Die Temperatur der Erdoberfläche lag in diesem Jahr knapp ein halbes Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Das stellt die Weltwetterorganisation (WMO) in ihrem Jahresbericht 2005 über das Weltklima fest.

Die Temperatur lag 0,48 Grad über dem Jahresmittel von 1961 bis 1990 von 14 Grad. 2005 ist bislang das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Messungen 1861. Es könnte bis zum Jahresende zumindest eines der vier wärmsten Jahre werden. Die endgültige Wertung werde aber erst im Februar berechnet sein, erklärten Vertreter der UN-Behörde. 1998 bleibe jedoch das wärmste Jahr mit einem Plus von 0,54 Grad über dem Durchschnitt der 30-Jahres-Periode. Ohnehin waren die vergangenen zehn Jahre (1996 bis 2005) mit Ausnahme von 1996 die wärmsten bisher gemessenen Jahreszeiträume.

Rekorde rund um den Erdball
Der Oktober dieses Jahres war - weltweit betrachtet - der wärmste je gemessene Oktober. Das gilt auch für den Juni. Weite Gebiete Afrikas, Australiens, Brasiliens, Chinas und der Vereinigten Staaten zeigten deutlich erhöhte Temperaturen. Die Temperatur der Wasseroberfläche im Nordatlantik lag in diesem Jahr vermutlich so hoch wie noch nie. Die Saison der tropischen Wirbelstürme brachte es in diesem Jahr auf 26 Hurrikans und brach damit den Rekord von 1933, als 21 Stürme dieser gewaltigen Art verzeichnet wurden.

Nach Angaben der WMO hat sich das Ozonloch in diesem Jahr auf dem Größenniveau von 2003 gehalten, liegt damit aber deutlich über dem Durchschnitt von 1995 bis 2004. In der dritten Septemberwoche wurde die größte Ausdehnung mit 24,4 Millionen Quadratkilometern gemessen, was es zur drittgrößten je beobachteten Ausdehnung nach 2000 und 2003 machte.

Die Ausdehnung der arktischen Eismassen hatte Ende September ihren niedrigsten Stand im Mittel der vergangenen vier Jahre erreicht und lag ein Fünftel unter dem Durchschnitt, der von 1979 bis 2004 gemessen wurde. In den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten hat nach Satelliten-Beobachtungen die Eis-Ausdehnung in der Arktis Ende September um acht Prozent abgenommen. Dafür seien höhere Durchschnittstemperaturen und ein früherer Beginn der Schmelzsaison auf dem Meer verantwortlich, schrieb die WMO in ihren Jahresbericht.

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