Von beinahe sommerlich warm bis klirrend kalt: Der November hatte in Österreich temperaturmäßig wirklich alles zu bieten. Während etwa in Bludenz in Vorarlberg mit 23,7 Grad die höchste Temperatur gemessen wurde, verzeichnete Tannheim im Tiroler Außerfern mit minus 20,1 Grad den Tiefstwert. Wintereinbrüche sorgten teilweise für Probleme.
Mit einer Temperaturabweichung von minus 0,3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 fiel der November 2025 in Österreich eine Spur zu kühl aus – er liege damit aber noch im Bereich einer völlig natürlichen Schwankung, hieß es am Sonntag vom Wetterdienst Ubimet.
Sommergefühle in erster Monatshälfte
Dabei begann der vorletzte Monat des Jahres noch außergewöhnlich warm. So wurden etwa zu Allerheiligen in Jenbach in Tirol 22,4 Grad gemessen. Noch milder, ja fast schon sommerlich warm, war es gegen Monatsmitte in den Vorarlberger Orten Feldkirch (22,7 Grad) und in Bludenz (23,7 Grad). Mit Ausnahme von Wien habe es im November in jedem Bundesland noch einmal Temperaturen jenseits der 20 Grad gegeben, so die Ubimet-Experten weiter.
Dann wurde es mit Polarluft klirrend kalt
Nach der Monatsmitte kühlte es im Land mit der Polarluft aber markant ab. In jeder Landeshauptstadt sei mäßiger Frost von unter minus 5 Grad gemessen worden. „Hier hat Innsbruck mit minus 9,5 Grad die Nase vorn. In den Hochtälern gab es gar den ersten strengen Frost, in Tannheim in Tirol wurden erstmals in Österreich im heurigen Herbst minus 20 Grad gemessen.“
Derart tiefe Temperaturen habe es in Österreich im November zuletzt vor 27 Jahren gegeben. In Zell am See (Salzburg) gab es mit minus 17,8 Grad sogar die tiefste Novembertemperatur seit über 40 Jahren.
Erster Schnee bis ins Flachland
Über ganz Österreich gemittelt habe der November ziemlich genau so viel Niederschlag gebracht wie im langjährigen Mittel, regional gab es laut Ubimet aber große Unterschiede: Vom Kaunertal über den Brenner bis nach Oberkärnten und ins Obere Murtal seien 20 bis 50 Prozent weniger Regen und Schnee gemessen worden. Hingegen würden Teile Niederösterreichs, Wien und das Burgenland ein Plus von 20 bis 40 Prozent aufweisen.
Zeigte sich Innsbruck am 21. des Monats als erste Landeshauptstadt mit zwei Zentimetern verschneit, zog die Bundeshauptstadt nur kurze Zeit später nach.
Wetterdienst Ubimet
„Besonders markant war der erste messbare Schnee im östlichen Flachland. Zeigte sich Innsbruck am 21. des Monats als erste Landeshauptstadt mit zwei Zentimetern verschneit, zog die Bundeshauptstadt nur kurze Zeit später nach. Am Morgen des 23. November wurden vor allem im Norden und Osten der Stadt rund fünf Zentimeter Neuschnee gemessen, der erste Schnee kam damit rund zwei Wochen früher als üblich“, erinnern die Ubimet-Experten.
Wintereinbrüche hatten insbesondere im Westen des Landes für Probleme auf Straßen gesorgt. Am Stubaier Gletscher kam es zudem zum ersten Lawinen-Großeinsatz – acht Wintersportler waren außerhalb der gesicherten Pisten verschüttet worden. Alle konnten gerettet werden.

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