„Krone“-Kolumnist Andreas Herzog fordert in seiner Samstags-Kolumne: Stoßt unsere U17-Helden ins kalte Wasser!
Zuerst herzliche Gratulation an das ganze U17-Team zu dieser fantastischen Reise, die mit Silber belohnt wurde. Jetzt gilt es, den Erfolg ordentlich zu genießen – und dann im Alltag härter zu trainieren als jemals zuvor. Denn ein spektakuläres Turnier garantiert dir nichts! Gefordert sind aber auch die Vereine – JETZT ist der richtige Zeitpunkt, um diesen Burschen eine Chance in der Bundesliga zu geben.
Einfach ins kalte Wasser
Dann sehen unsere Youngsters auch, dass zwischen einer U17 auf Topniveau zur höchsten heimischen Liga nochmals ein ordentlicher Unterschied punkto Energie und Physis besteht – das kann ein wichtiger Augenöffner sein. Und wenn ich die Standardphrasen höre, dass man die Talente behutsam aufbauen, nicht verheizen will, muss ich sagen: Schwachsinn! Ein guter Spieler setzt sich mit 17 Jahren genauso durch, man muss die Burschen einfach ins kalte Wasser stoßen.
Was übrigens auch für den Umgang mit Medien gilt. Wenn ein Verein dem besten Torschützen und zweitbesten Spieler des Turniers quasi ein Interviewverbot erteilt, ist das eine verpasste Chance. Für mich war es speziell als ganz junger Spieler immer eine Auszeichnung, wenn sich jemand für deine Leistungen interessiert hat. Wir dürfen den Nachwuchs nicht überbeschützen – ein Yamal hatte auch keinen Aufpasser. Auf der anderen Seite wird dann geklagt, dass es keine Typen mehr im Fußball gibt. Ein Maulkorb ist bereits der erste Schritt in diese Richtung.

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