Hahn-Gründe in Zwettl

Baulücke mitten in Stadt: Platz für bunten Mix

Niederösterreich
28.11.2025 05:45
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

9000 Quadratmeter mitten in der Stadt Zwettl (Niederösterreich) liegen seit Jahren brach. Pläne für ein Einkaufszentrum fielen seinerzeit durch. Jetzt wurde ein neues Projekt präsentiert. Aber: Fix ist noch nix!

Einen neuen Anlauf, dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Hahn mitten in Zwettl neues Leben einzuhauchen, haben nun der Besitzer Reinhold Frasl und die Stadtgemeinde gestartet.

Fläche wächst langsam zu
Das Areal umfasst rund 9000 Quadratmeter und sollte ursprünglich Platz für ein Einkaufszentrum bieten, das nach heftigen Diskussionen schließlich nicht zustande kam. Mittlerweile ist das Gelände im Stadtzentrum „fast schon ein Wald“, wie Bürgermeister Franz Mold anmerkte. Und so soll nach einem Gespräch mit Reinhold Frasl nun ausgelotet werden, was dort entstehen könnte.

Vielfältige Nutzungen möglich
Frasl spricht von einem „Fachmarktzentrum“, das auch für ein Ärztezentrum, betreutes Wohnen, Gastronomie und Unterhaltung genutzt werden und auch einen neuen Kindergarten samt Tagesbetreuungseinrichtung umfassen könnte. Es unterscheide sich aber gewaltig vom alten Projekt, so Frasl weiter, denn nur rund ein Drittel der Fläche solle vom Handel genutzt werden.

Bürgermeister Franz Mold will bis zu einem konkreten Projektstart im kommenden Jahr ausloten, wie weit die Stadt sich durch die Errichtung von Einrichtungen einbringen kann, denn finanzielle Herausforderungen seien für rund 300 Gemeinden, darunter auch Zwettl, derzeit nicht leicht zu stemmen.

Verhandlungen über Finanzierung
Für die Nutzung des Areals muss auch eine neue Kamp-Brücke entstehen, die auf Höhe des Feuerwehrhauses den Holzsteg ersetzen soll. Die Planungen dafür sollen im kommenden Jahr beginnen, über die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an der Errichtung der Infrastruktur müsse man „verhandeln“, meinte Mold. Ende nächsten Jahres könnten laut Frasl die Planungen abgeschlossen sein, dann müsste man mit einer Bauzeit von zwei Jahren (inklusive Tiefgarage) rechnen. Auch ein Übergang in die Innenstadt solle fix kommen.

Johann Ramharter

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