Sturm mit Sorgen

Ruine muss jetzt wieder zur Festung werden

Steiermark
25.11.2025 07:00

Die Bundesliga spielt verrückt! Sturm kann zuhause nicht mehr gewinnen und ist Letzter in der Heimtabelle. Zeit zum Wunden lecken bleibt kaum, für den Meister geht es schon am Donnerstag (21 Uhr) in Athen gegen Panathinaikos weiter, Sonntag wartet das schwere Spiel beim Überraschungsteam aus Hartberg.

Liebenau war in den letzten Jahren eine Festung, die nur schwer einzunehmen war. Doch in der bisherigen Saison ist sie quasi zu einer Ruine verkommen. Von sechs Spielen wurden vier verloren, nur jeweils ein Sieg und ein Remis sind auf mauen Habenseite.

Letzte Saison ging man daheim nur zweimal in die Knie, im Spieljahr davor ebenfalls. 20/21 hatte Sturm am Saisonende vier Leermeldungen in den eigenen vier Wänden zu Buche stehen. 2019/20 – in der Grusel-Saison bevor Schicker & Ilzer übernahmen – zogen die Fans gleich zehnmal nach Heimniederlagen ab. „Wir gehen oft in Führung, gerade in den Spitzenspielen geben wir das immer sehr leichtfertig aus der Hand“, sagt Kapitän Stefan Hierländer, der vor allem die Kompromisslosigkeit im Verteidigen vermisst.

Trotzdem Tabellenführer
Jürgen Säumel ging nach dem 1:3 gegen den LASK auf Ursachenforschung für die Dürreperiode mit drei Niederlagen in den letzten vier Ligaspielen. Dabei war das Werkl davor wie geschmiert gelaufen, hatte der Meister vier Siegen in Folge hingelegt. Doch nach dem 4:3 bei BW Linz riss der Faden.

Sturm-Trainer Jürgen Säumel kiefelt an der jüngsten Heimniederlage gegen den LASK.
Sturm-Trainer Jürgen Säumel kiefelt an der jüngsten Heimniederlage gegen den LASK.(Bild: AP/Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved)

Kurios: Trotz der Abwärtsspirale ist Sturm nach Verlustpunkten Tabellenführer. „Viel Trainingszeit bleibt nicht, die müssen wir bestmöglich nutzen und in vielen Gesprächen, Einzel- und Gruppenanalysen versuchen, wieder zu unserem Spiel zu finden“, so der Trainer, auf dessen Truppe ein intensives Programm wartet.

Schon am kommenden Donnerstag (21 Uhr) geht’s in der Europa League in Athen gegen Panathinaikos weiter, Sonntag muss man bei Überraschungsteam Hartberg bestehen. „Nun warten sechs Endspiele auf uns“, sagt Präsident Christian Jauk. 

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