Frischer Wind

Wechsel an der Spitze des Theater Kosmos Bregenz

Vorarlberg
24.11.2025 17:35
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Das langjährige  Leitungs-Duo Hubert Dragaschnig und Augustin Jagg will sich bald zurückziehen. Regisseur und Autor Josef Maria Krasanovsky übernimmt ab 2027. 

Das Theater Kosmos bekommt im Jahr 2027 eine neue Leitung. Nach 30 Jahren übergeben Hubert Dragaschnig und Augustin Jagg die Führung an Josef Maria Krasanovsky. Der aus Salzburg stammende Theatermacher und Regisseur erklärte am Montag, er wolle das bestehende Profil, das auf viele Uraufführungen und Diskursives setzt, weiterentwickeln. Dragaschnig und Jagg wollen das Haus schuldenfrei übergeben.

Josef Maria Krasanovsky übernimmt das Theater in Bregenz Vorkloster.
Josef Maria Krasanovsky übernimmt das Theater in Bregenz Vorkloster.(Bild: Christian Ariel Heredia)

Seit der Gründung 1996 blicke man auf rund 150 Produktionen zurück, davon 100 Uraufführungen, so die beiden 1956 und 1960 geborenen Langzeit-Theaterleiter. 2024 habe man begonnen, in einem professionellen Prozess Gespräche über die Zukunft des Theaters zu führen, die Wahl fiel im heurigen Sommer schließlich auf den 1976 in Salzburg geborenen Krasanovsky. Dieser kennt Bregenz bereits: Er gewann 2023 für seinen Theatertext „Mondmilch trinken, immer und jetzt/dein Solarplexus ist mir egal“ den Preis der bundesweiten Plattform Theaterallianz. Das Stück wurde 2024 in Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen und dem „klagenfurter ensemble“ im Theater Kosmos in der Inszenierung des in Wien lebenden Regisseurs und Autors uraufgeführt.

Kulturelle Inputs benötigt
Uraufführungen und Stücke junger Autorinnen und Autoren werde es weiter geben, „das ist mir sehr nahe“, erklärte Krasanovsky, den Jagg und Dragaschnigg als „einen aus unserer Welt“ bezeichneten. Der designierte Leiter sieht das Bregenzer Kulturhaus als „Ort mit wachem Ohr für zeitgenössische Diskurse“ und möchte weiter „irritierende Impulse“ setzen. Alles sei derzeit im Umbruch, da brauche es nicht nur politische, sondern auch kulturelle Inputs, betonte er.

Ganz zurückziehen wollen sich Dragaschnig und Jagg ab 2027 übrigens nicht, aber jedenfalls „nicht im Weg stehen“. Ein Jahr lang sei nun noch Zeit, den Neuen zu begleiten. Das Theater Kosmos sei bei gut einer Million Euro Umsatz angekommen. „Großes Ziel ist es, das Theater schuldenfrei zu übergeben. Es schaut nicht schlecht aus“, so Dragaschnig. Auch bei den Subventionsgebern Bund, Land und Stadt sei der geplante Wechsel gut angekommen. Es gebe positive Signale, dass sie das Theater auch ab 2027 weitertragen wollen. Kulturstadtrat Reinhold Einwallner (SPÖ) bedankte sich für „drei Jahrzehnte Kulturgut und Kulturpolitik“ bei den beiden Theatermachern, das Theater Kosmos sei einer der Fixpunkte der Kulturstadt Bregenz.

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