Es wurde im Vorfeld schon befürchtet – jetzt ist es fix: Der für Anfang Dezember geplante Rodel-Weltcup in Innsbruck-Igls muss abgesagt werden. Der für über 31 Millionen Euro umgebaute Eiskanal bekommt von den internationalen Verbänden keine Freigabe für Rodler – zu gefährlich!
Es hat sich abgezeichnet, nun ist es offiziell: die Homologierung des modifizierten Igler Eiskanals konnte auch heute, Samstag, nicht erfolgreich umgesetzt werden. Trotz intensiver Nacharbeiten in den vergangenen Tagen konnte die Bahn die technischen Anforderungen des Internationalen Rodel Verbandes (FIL) nicht vollständig erfüllen, hieß es in einer Aussendung.
Winterberg als Ersatzort
Aufgrund der fehlenden Freigabe findet der Saisonstart des Rodel Weltcups 2025/2026 nicht in Igls statt. Das deutsche Winterberg springt als Ersatz ein.
Der Igler Eiskanal wurde modifiziert, um den Weltcupstatus für Bob und Skeleton zu sichern und ist jetzt für die Rodler nicht befahrbar.

ÖRV-Präsident Markus Prock
Bild: Christof Birbaumer
Österreichs Rodel-Nationalteam setzt die Saisonvorbereitung ab Montag in Oberhof fort, vor dem Saisonstart steht mit dem Cortina-Test-Event noch eine weitere Trainingswoche auf der Olympiabahn von 2026 auf dem Programm.
Präsident fordert Umbau
„Der Igler Eiskanal wurde modifiziert, um den Weltcupstatus für Bob und Skeleton zu sichern und ist jetzt für die Rodler nicht befahrbar. Da fehlt völlig das Verständnis, zumal sehr viel Geld im Spiel ist. Wir fordern einen Umbau und gehen davon aus, dass die Verantwortlichen hier alsbald die notwendigen Maßnahmen einleiten“, sagt Markus Prock, ÖRV-Präsident.
Sportler von Tests zurückgezogen
Nach den abgebrochenen Tests am Sonntag und Montag stand die um mehr als 31 Millionen Euro umgebaute Bahn am Freitag zum dritten Mal auf dem Prüfstand. Experten hatten mit zusätzlichen Holzbanden die Kurven 13 und 14 verengt, um die Sportler auf die Ideallinie zu zwingen. Zudem wurde intensiv mit Schneematsch gearbeitet, um die Kurven zu optimieren. Nachdem es wieder zu Problemen gekommen war, zog der Rodelverband seine Sportler von den Tests im Eiskanal zurück.
„Es ist ein Desaster für den Sport und die Region. Es wurde viel Geld in die Hand genommen, um die Bahn zu sanieren, jetzt ist sie für uns nicht befahrbar“, so ÖRV-Chef Prock bereits am Freitag. Auch wirtschaftlich ist die Absage des Rodel-Weltcups ein herber Schlag. Vor allem Hotels zählen zu den Leidtragenden.
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