Prodi vor Comeback?
Italiens Präsident erteilt Renzi Regierungsauftrag
Prodi bestritt jedoch Interesse an einem Einstieg in die Regierungsmannschaft des jungen Bürgermeisters von Florenz. Eine Absage erhielt Renzi auch vom Geschäftsführer des Brillenherstellers Luxottica, Andrea Guerra, der als Industrieminister gehandelt wurde.
Einige alte Köpfe sollen auch in neuer Regierung bleiben
Renzi will einige Persönlichkeiten im Amt bestätigen, die bereits im Kabinett seines Vorgängers Enrico Letta Schlüsselposten besetzt haben. So soll Außenministerin Emma Bonino auf Wunsch von Präsident Napolitano im Amt bleiben. Auch Innenminister Angelino Alfano könnte sein Ressort behalten, sollte die von ihm angeführte Mitte-rechts-Partei NDC die Regierungskoalition unterstützen.
Das neue Kabinett könnte bereits am Dienstag stehen, hieß es in Rom. Renzi, der seit 2009 als Stadtchef von Florenz amtiert, könnte zum jüngsten Regierungschef der EU und in der italienischen Geschichte aufrücken.
Ambitioniertes Programm in Schublade
Dem Parlament will sich der "Tony Blair Italiens" mit einem ambitionierten Programm vorstellen, das der lahmen Wirtschaft neuen Schwung verleihen und in Italien eine neue Phase der Reformen in die Wege leiten soll. Neben der Verabschiedung seines Wahlrechtsmodells "Italicum" will Renzi vor allem auf Einsparungen bei den Kosten der Politik setzen. Das Parlamentssystem mit zwei gleichberechtigten Kammern will er dringend reformieren.
Letta mittels "Komplott" gestürzt
Renzi hatte in der Vorwoche in einem von Kritikern als "Komplott" bezeichneten Schritt Letta zum Rücktritt gezwungen. Der 39-Jährige warf seinem Parteifreund unzulängliche Resultate im Einsatz gegen die Wirtschaftskrise vor. Nach der Demission von Letta waren die Verhandlungen unter den Parteien für die Bildung einer tragfähigen Koalition am Wochenende auf Hochtouren gelaufen.













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