Zurück nach Jamaika
Junge Britin erfüllt Obdachlosem größten Wunsch
Eigentlich wollte Jenny Baker dem 64-jährigen gebürtigen Jamaikaner am vergangenen Samstag bloß ein bisschen Geld geben, was dieser jedoch ablehnte. Weil sie den Mann aber sympathisch fand, versorgte sie ihn statt mit Barem kurzerhand mit einem Getränk und einem Sandwich.
Bei einem Gespräch erzählte der Obdachlose der jungen Frau dann, dass er vor Jahren mit seiner Mutter aus Jamaika nach Großbritannien gekommen sei, um "ein besseres Leben" zu starten. Doch die Mutter starb - und der Wunsch nach einem besseren Leben endete für den Sohn auf den Straßen der britischen Hauptstadt.
Geld für Ticket per Crowdfunding gesammelt
Dermaßen gerührt von seiner Geschichte, beschloss Baker, dem Obdachlosen zu helfen. "Ich habe dem Mann versprochen, dass er spätestens heute in einem Jahr wieder auf Jamaika sein wird." Um den Traum des 64-Jährigen wahr werden zu lassen, griff die Britin zu einem immer beliebter werdenden Mittel zur Finanzierung unterschiedlichster Projekte, dem Crowdfunding.
Aktion brachte mehr als 11.000 Euro
Auf der Crowdfunding-Plattform "Go Fund me" und im Kurznachrichtendienst Twitter machte sie auf das Schicksal des Mannes aufmerksam und bat mit dem Titel "Get Michael Home" um das Geld für seine Heimreise. Ihr angestrebtes Finanzierungsziel - für das Ticket waren 950 Euro veranschlagt - wurde dank der überwältigenden Hilfsbereitschaft dann in weniger als 24 Stunden nicht nur erreicht, sondern bei Weitem übertroffen: Mehr als 11.000 Euro an Spenden für den Obdachlosen gingen seit dem Start der Aktion bei "Go Fund me" ein.
Britin dankt Helfern für "große Herzen"
Das gesamte Geld komme Michael zugute, versicherte Baker in einem Kommentar am Dienstag. Was nach der Bezahlung der Reisekosten übrig bleibe, bekomme der Obdachlose als "Startkapital" für sein Leben auf Jamaika. Sie sei derzeit mit Reiseagenturen und der jamaikanischen Botschaft in Kontakt, um alles Weitere zu veranlassen. Bei allen Helfern bedankte sich die Frau für ihre Großzügigkeit und ihre "großen Herzen".












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