Tragödie mit 3 Toten
Loveparade: Anklage gegen zehn Personen erhoben
Zu den Angeklagten zählen auf Seiten des Veranstalters Lopavent vier Mitarbeiter, auf Seiten der Stadt Duisburg sechs Mitarbeiter. Bei der Loveparade vor mehr als dreieinhalb Jahren war eine Massenpanik ausgebrochen, bei der 19 junge Menschen erdrückt oder zu Tode getrampelt wurden. Zwei weitere starben später im Krankenhaus. Mehr als 500 wurden verletzt.
Den Ermittlungen zufolge waren die Zu- und Abgänge zum Loveparade-Gelände für solche Menschenmengen ungeeignet. Die Planer der Veranstalter hätten erkennen müssen, dass das Sicherheitssystem versagen und lebensgefährliche Situationen entstehen würden, so Staatsanwalt Horst Biehn.
Ex-Oberbürgermeister nicht unter Angeklagten
Nicht angeklagt werden der damalige Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland sowie der Geschäftsführer der Veranstalterfirma Lopavent und Inhaber der Fitness-Kette McFit, Rainer Schaller. In einem umfangreichen Verfahren war zunächst gegen 16 Beschuldigte ermittelt worden, die Staatsanwaltschaft hat den Kreis der Beschuldigten aber auf jetzt zehn Personen verkleinert.
Stadtoberhaupt Sauerland war in den Ermittlungen zwar nicht als Beschuldigter geführt worden, hatte jedoch rund eineinhalb Jahre nach der Tragödie abtreten müssen. Eine Bürgerinitiative hatte seine Abwahl durchgesetzt. Er hatte lange Zeit jegliche Verantwortung von sich gewiesen.












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