Der Kärntner Tourismus macht auch in diesem Sommer ein kräftiges Minus, droht auf unter 13 Millionen Übernachtungen abzurutschen. Mittwoch wurden die Eckpunkte der Tourimusreform präsentiert. Ein umfassendes Konzept soll das Überleben sichern.
Der Kärntner Tourismus macht auch in diesem Sommer ein kräftiges Minus, jetzt wird die lange besprochene Reform umgesetzt. Die Urlauber müssen künftig pro Tag, wie berichtet, 4,50 Euro Abgabe leisten. Damit steigen die jährlichen Einnahmen um 20 Millionen auf 50 Millionen an. „Die Mehreinnahmen werden für Projekte im Tourismus verwendet“, sagt Referent Sebastian Suschnig. „Damit bekommen wir wieder mehr Luft zum Atmen.“
Mit höherer Abgabe 50 Millionen Euro Einnahmen im Tourismus
Von 125 Organisationseinheiten bleiben nur mehr zehn übrig. Bisher waren die Gemeinden Partner, das ist künftig nicht mehr so. Regionen wie Nassfeld/Hermagor, Wörthersee, Rosental, Lesachtal oder Weißensee sollen Konzepte erstellen. Ein neuer Partner ist die Kärnten Werbung, die zwei Millionen Euro mehr Budget erhält. „Wir müssen die Kärnten Werbung jetzt auch zur Rechenschaft ziehen, wenn etwas nicht hinhaut. Wir stehen vor einer enormen Herausforderung“, sagt WK-Spartenobmann Josef Petritsch.
Wollten nicht in kaputtes System investieren
Heuer droht die Nächtigungszahl unter 13 Millionen abzusinken. Kärnten hatte schon einmal 18 Millionen Nächtigungen. Ab sofort haben die Unternehmer mehr Mitsprache. „Wir wollten nicht in ein kaputtes System investieren, gehe neue Wege. Denn Kärnten ist nach wie vor das schönste Bundesland Österreichs.“ Auch das gratis Öffi-Ticket für Gäste wird eingeführt. Das Land Kärnten fördert den Tourismus mit fünf Millionen Euro.
Kärnten hat viel Aufholbedarf
In der Statistik für wiederkehrende Urlauber schneidet Kärnten nicht gut ab. Die Infrastruktur muss besser werden, damit die Gäste sich wohl fühlen und länger bleiben. Das Incoming-Geschäft muss besser werden. Agenturen sollen Angebotsvermittlungen übernehmen. Schon bisher hinkt Kärnten beim Angebot von Vier- und Fünf-Sterne-Hotels österreichweit hinterher. „Denkverbote gibt es im Tourismus nicht mehr“, sagt Petritsch. „Es gibt mehr Betriebe, die bereit sind, Kontingente herzugeben.“
Die Gästemeldung wird künftig elektronisch erfolgen. Die Betriebe haben 48 Stunden Zeit, ihre Gäste zu melden. Am Mittwoch geht das neue Tourismusgesetz in Begutachtung. Voll in Kraft treten soll die Reform im Jänner 2027. Die Preise für die kommende Sommersaison sind gemacht, im Spätsommer 2026 sollen sich auch die neuen Tourismusverbände bilden.
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