Nach EU-Wahl

Juncker strebt Nachfolge Barrosos an

Ausland
08.02.2014 08:40
Luxemburgs Ex-Ministerpräsident Jean-Claude Juncker (Bild) hat klargestellt, dass er als Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) das Amt des EU-Kommissionspräsidenten anstrebt. Dem Wähler dürfe keine Mogelpackung verkauft werden. "Da muss drin sein, was draufsteht", sagte Juncker der "Wirtschaftswoche".

Die großen europäischen Parteienfamilien nominieren heuer erstmals gesamteuropäische Spitzenkandidaten für die EU-Wahl. Während der Deutsche Martin Schulz als Frontmann der EU-Sozialdemokraten von diesen als Nachfolger des konservativen Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso in Stellung gebracht wird, wollen sich Europas Konservative und Christdemokraten bisher nicht festlegen, ob ihr Spitzenkandidat das hohe Amt in Brüssel bekommen soll.

Juncker erhielt zuletzt Unterstützung von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und gilt nun als Favorit für die EVP-Spitzenkandidatur. Entschieden wird darüber allerdings von Delegierten aller Mitgliedsparteien, darunter auch der ÖVP, bei einem gemeinsamen Gipfel in Dublin am 7. März. ÖVP-Chef Michael Spindelegger hat sich bisher nicht darauf festgelegt, ob er die Kandidatur Junckers unterstützt.

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