„Baba Granada”: Nach 10 Jahren nahm die steirische Pop-Band mit Thomas Petritsch, Lukasz Custos, Alexander Xidi Christof, Jürgen Schmidt und Roland Hanslmeier am Samstagabend im Grazer Orpheum Abschied von ihren Fans.
„Gelegentlich verlauft ma si.“ Zum Beispiel als Grazer Band nach Wien. Dort, am „Planet Ottakring“, begann vor zehn Jahren der Aufstieg von Granada. Aus wummerndem Gitarren-Pop, Mundart-Texten und markantem Akkordeonklang schufen die fünf Steirer ihre Spielart des damals jungen „Neuen Austropop“. Während die Kollegen von Wanda und Bilderbuch hauptstadt-hedonistisch dem „Schick Schock“ huldigten, blieb die Lyrik bei Granada greifbar und emotional.
Trotz flott gezischtem „Pina Colada“ träumt auch das Schlusskonzert im prallvollen Orpheum entsprechend nostalgisch vom kleinen Glück der Traurigkeit. Alles ist „wieder zu spät“ in der leicht näselnden Tonlage von Thomas Petrisch. Aber „Eh ok“.
Standing Ovations und Tränen
Auch soziale Verortung darf nicht fehlen: Gesungen wird vom Fahrradfahren im Bionade-Biotop („Velo“) und protestiert im Wiener Lied („Verwoitn“). Im Wesentlichen bleibt von Granada aber zarte Alltagspoesie in Vermählung von Akkordeon und Stromgitarre. Zur Mundharmonika (dem Sepiafilter der Musik) ereignet sich Hymnisches („Gspühr die Sun“). Dann geht es „imma feicht und imma glitschig“ in die „Sauna“.
Besonders bewegend sind die Abschiedsworte Alexander Christofs, bedacht mit langen Ovationen und Tränen. Baba Granada.
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