"Göttliches Wunder"

Festmahl und Tochter warten auf Schiffbrüchigen

Ausland
05.02.2014 10:38
Die Geschichte hat auf der ganzen Welt Schlagzeilen gemacht: Der 37-jährige Fischer Jose Salvador Alvarenga erleidet Schiffbruch im Pazifik und strandet nach 13 Monaten relativ unbeschadet auf den Marshallinseln rund 12.500 Kilometer von seiner Heimat El Salvador entfernt. Während nach wie vor medial daran gezweifelt wird, dass die Geschichte wahr ist, hat sich nun die Familie des Schiffbrüchigen erstmals zu Wort gemeldet. "Es ist ein göttliches Wunder. Der Herr wollte, dass er zu uns zurückkehrt", freute sich die 54-jährige Mutter (kl. Bild Mitte).

Das Ehepaar Maria Julia und Ricardo Alvarenga hat ihren Sohn das letzte Mal vor acht Jahren gesehen. Der Sohn arbeitete seit 15 Jahren als Fischer in Mexiko. "Ich habe immer gehofft, dass er eines Tages zurückkehrt", meinte Maria Julia gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Mit Tränen in den Augen zeigte die 54-Jährige alte Fotos ihres Sohnes (kleine Bilder).

Er sei schon als junger Mann sehr unruhig gewesen und habe das Fischen immer schon geliebt, ließ der 65-jährige Vater (zweites Bild Mitte) wissen. Jose habe immer wieder Freunde getroffen und sei Stunden später mit Fischen nach Hause gekommen, die er gefangen hatte.

14-jährige Tochter freut sich sehr auf Wiedersehen
Dass er nun, wie Jose bereits Medien gegenüber mitgeteilt hat, wieder nach El Salvador zurückkehren möchte, freut seine Familie sehr. Vor allem seine 14-jährige Tochter Fatima, die sich kaum mehr an ihren Vater erinnern kann, fiebert dem Treffen mit dem 37-Jährigen entgegen. Die Mutter hatte das Mädchen und den Vater verlassen und die 14-Jährige bei der Familie Joses gelassen. "Ich bin so emotional, weil ich ihn nun wiedersehen darf", erklärte das Mädchen.

Am Freitag soll der 37-Jährige, der das Spital bereits verlassen hat, Medienberichten zufolge seine Heimreise antreten. Die Behörden auf den Marshallinseln helfen ihm tatkräftig. Er bekommt einen Pass und wird bei seiner Rückkehr nach El Salvador unterstützt. Auch die Bevölkerung bringt Jose große Sympathie entgegen. Zahlreiche Leute haben ihm Kleidungsstücke und Essen ins Krankenhaus gebracht. Der Schiffbrüchige ist eine Berühmtheit geworden.

Mutter: "Großes Festmahl, aber Fisch wird es nicht geben"
Mit einem großen Festessen möchte ihn auch seine Familie empfangen. "Wir werden ihm ein großes Mahl zubereiten. Aber Fisch wird es nicht geben, weil er es sicher satt hat", meinte Mutter Maria Julia. Laut ihr wird es eine große Fleischplatte mit Käse und Bohnen geben. Damit soll der Sohn wieder aufgepäppelt werden.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele