Di, 21. August 2018

Nun eine Woche Pause

31.01.2014 14:09

Syrien-Gespräche: Erste Runde ohne Ergebnis

Die syrischen Bürgerkriegsgegner haben bei ihren einwöchigen Gesprächen in Genf keine Einigung über einen Weg zum Frieden erzielt. Am Freitag kamen sie zu einer abschließenden Beratung zusammen, bei der es aber nach Angaben des UN-Syrien-Vermittlers Lakhdar Brahimi (Bild) lediglich um Modalitäten einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde gehen sollte. Die Delegationen der Regierung und der Opposition sollen sich nun nach einer etwa einwöchigen Pause für interne Konsultationen erneut in der Schweiz treffen.

Substanzielle Ergebnisse seien in der ersten Verhandlungsrunde bedauerlicherweise nicht möglich gewesen, sagte Brahimi. Die Positionen der Konfliktgegner lägen weit auseinander. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, das Ringen um Frieden für Syrien habe sich erwartungsgemäß als "sehr schwierig" erwiesen. "Wir setzen aber unsere Suche nach Wegen zu Fortschritten fort."

In Oppositionskreisen hieß es, Vertreter ihrer Delegation würden von Genf aus zur Sicherheitskonferenz nach München reisen. Dort wollen sie unter anderem mit US-Außenminister John Kerry sprechen.

Regierung: "Werden keine Zugeständnisse machen"
Die syrische Regierungsdelegation schloss unterdessen jegliche "Zugeständnisse" an die Opposition aus. Man werde "weder in dieser Runde, noch in der nächsten" irgendwelche Zugeständnisse machen, sagte Informationsminister Omran al-Sohbi am Freitag vor Anhängern der syrischen Führung, die sich beim UN-Gebäude in Genf versammelt hatten. Die Opposition werde "nicht durch die Politik das erreichen, was sie mit Gewalt nicht erreicht" habe, fügte der Minister hinzu.

Aktivisten: 1.900 Kriegstote seit Beginn der Konferenz
Seit Beginn der Syrien-Friedensgespräche in Genf vor mehr als einer Woche sind im syrischen Bürgerkrieg rund 1.900 Menschen getötet worden, teilten die Syrischen Menschenrechtsbeobachter am Freitag in London mit. Unter den Toten seien demnach etwa 500 Zivilisten, die durch Luftangriffe, Artilleriebeschuss und Heckenschützen ums Leben kamen.

72 Menschen seien in Gebieten verhungert, die von den Streitkräften des Machthabers Bashar al-Assad belagert werden und deshalb von der Außenwelt abgeschnitten sind. Die Menschenrechtsbeobachter sammeln und werten Berichte von zahllosen Aktivisten in ganz Syrien aus. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben ist wegen des Krieges im Land nicht möglich.

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