„Krone“-Ombudsfrau

Post verlor Sendung: USA-Reise fiel ins Wasser

Ombudsfrau
25.09.2025 17:00
Porträt von Ombudsfrau
Von Ombudsfrau

Möglichst sicher sollte am Postweg der Pass einer Tirolerin verschickt werden. Doch er kam nie an – mit teuren Folgen!

Für ihre geplante Reise in die USA musste Karin F. zunächst mit ihrem Reisepass von Tirol nach Wien fahren. Um dort bei der amerikanischen Botschaft ein Visum zu beantragen. „Das war notwendig, weil ich 2024 für eine Rundreise in Kuba gewesen bin“, erklärt die 65-Jährige. Daher galt für sie eine Sonderregelung. Damit sie nicht für mehrere Tage in Wien auf den Pass inklusive Visum warten musste, bat sie eine Freundin, ihn per Post zu schicken.

Pass per Einschreiben verschickt – kam nie an
Das hat diese anschließend auch gemacht. Im Glauben, mit einem Einschreiben wäre der Versand sicher, gab sie die Sendung am 29. April auf. „Am Postamt hat meine Freundin gesagt, dass es ein Pass ist. Daraufhin hat die Schalterbeamtin gemeint, dies dürfe sie gar nicht wissen.“ Das war aber auch schon alles.

Einen Hinweis darauf, dass dies nicht die richtige Weise ist, einen Pass zu verschicken, habe es jedenfalls nicht gegeben. Und der schlimmste Fall trat schließlich ein: Die Sendung kam in Tirol nie an! Damit nicht genug. Auch der folgende Nachforschungsauftrag im Mai brachte kein Ergebnis.

Reise platzte – 4000 Euro Stornokosten
Frau F. musste ihre Reise in die USA schließlich stornieren. Aufgrund der Kurzfristigkeit – die Reise hätte Anfang Juni begonnen – hatte das teure Folgen. Knapp 4000 Euro Stornokosten fielen an, 1000 davon hat die Stornoversicherung übernommen.

Frau F. ist enttäuscht. „Dazu kommen noch die Kosten für einen neuen Pass, den ich mir anschließend machen lassen musste. Weiters die Kosten für die damalige Fahrt nach Wien, für das Visum und Passbilder. Das ist alles umsonst gewesen, hat aber rund 380 Euro gekostet.“

Österreichische Post ersetzt nur 75,90 Euro
Auf Anfrage der Ombudsfrau bekommt die Tirolerin von der Österreichischen Post nur die Kosten für ihren alten Reisepass in Höhe von 75,90 Euro ersetzt. Mehr sei mit einem Einschreiben nicht versichert. Ein schwacher Trost –  kostet ein Reisepass seit der Gebührenerhöhung durch die Regierung nun 112 Euro.

Reisepass richtig verschicken: So sind Dokumente versichert
Will man einen solchen Pass verschicken, muss man ihn übrigens als Brief oder Paket mit Wertangabe versenden. Dann sind die Kosten (für den Pass)  im Fall des Verlusts gedeckt. Für Folgekosten haftet die Post ohnehin nicht.

Bleibt aber die Frage, warum Einschreiben überhaupt verschwinden?

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