Di, 13. November 2018

Umfrage vor Davos

21.01.2014 21:37

Topmanager glauben wieder an die Weltwirtschaft

Auch wenn die Wirtschaftskrise den Topmanagern noch in den Knochen steckt: Doppelt so viele Vorstandschefs wie noch im Jahr zuvor glauben an eine Belebung der Weltwirtschaft. Die größte Zuversicht zeigen dabei Vorstandschefs in Westeuropa, wie die Weltumfrage 2014 der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers ergab.

"Die Wirtschaftselite reist gelassen wie lange nicht zum Weltwirtschaftsforum (WEF) nach Davos", kommentiert die deutsche Tageszeitung "Die Welt" die aktuelle PwC-Studie. Demnach rechnen durchschnittlich 44 Prozent der 1.344 beteiligten Manager in 68 Ländern in den kommenden Monaten mit einer Belebung der Weltwirtschaft. Zum Vergleich: Im vergangen Jahr waren es lediglich 18 Prozent, gar nur 14 Prozent im Jahr 2012.

Die Studie, die am Vorabend der 44. Jahrestagung des WEF in Davos präsentiert wurde, zitiert Mark Carney, den Gouverneur der Bank of England: Zum ersten Mal müsse man kein Optimist sein, um das Glas halb voll zu sehen. Dass sich die konjunkturelle Lage verschlechtern werde, glauben nur noch 7 Prozent (28 Prozent im Vorjahr).

PwC-Sprecher: "Zuversicht beginnt wieder zu wachsen"
"Die Zuversicht unter den Topmanagern beginnt wieder zu wachsen", kommentiert Norbert Winkeljohann, Vorstandssprecher von PwC Deutschland, die aktuelle Studie. "Sie haben ihre Unternehmen erfolgreich durch die Krise geführt und wechseln nun aus dem Überlebensmodus in Wachstumsprogramme", so Winkeljohann.

Deutsche Spitzenmanager sind laut PwC zurückhaltender als viele andere, wenn es um die Umsatzentwicklung geht: 33 Prozent erklärten, "sehr zuversichtlich" zu sein, den Umsatz ihrer Unternehmen 2014 steigern zu können. Hingegen gaben dies 53 Prozent der befragten Manager in Russland an, gefolgt von Mexiko (51 Prozent) und Südkorea (50 Prozent). Schlusslicht ist in dieser Kategorie Argentinien mit 10 Prozent.

Nach wie vor sehen Konzernlenker die Märkte der USA und Chinas als die mit Abstand attraktivsten für ihre Exportchancen an. Deutschland erreicht hier aber laut PwC erstmals den Rang 3 und verdrängt damit Brasilien.

Angst vor politischer Überregulierung ist größte Sorge
Auf der Sorgenliste der Vorstandschefs steht mit durchschnittlich 72 Prozent die Angst vor politischer Überregulierung der Wirtschaft ganz oben. In Frankreich fürchten dies 88 Prozent der Unternehmensführer, mit 76 Prozent liegt hier auch Deutschland über dem Weltdurchschnitt. Den US-Managern bereitet wiederum das gewaltige Staatsdefizit des eigenen Landes die weitaus größten Sorgen: 92 Prozent sehen dies "als erhebliche Bedrohung für die Wirtschaft" an.

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