Millionen-Chaos

AKH-Skandale: Stadt Wien verzichtet auf Anzeigen

Österreich
21.01.2014 17:32
Keine Strafanzeigen - und nicht einmal der Vertrag mit dem Bauunternehmen wird gekündigt: Obwohl der Rechnungshof klar feststellte, dass die Firma Vamed-KMB und ein Technik-Direktor an der Kostenexplosion bei zwei Bauprojekten im AKH mitverantwortlich sein könnten, verzichtet die Stadt auf rechtliche Schritte.

Unmissverständlich hat der Rechnungshof in seinem Bericht, der auch der "Krone" zugespielt worden ist, aufgelistet: Die Kosten für die Sanierung der AKH-Garage haben sich verzehnfacht, sie stiegen von 3,2 auf 31,5 Millionen Euro. Und der Zubau des Kinder-OP-Zentrums wurde erheblich teurer: 29,36 Millionen Euro sollte er kosten, bei der Endabrechnung waren es dann aber 60,09 Millionen Euro.

Und: An die Vamed-KMB - die ja fast jeden Bauauftrag im AKH erhält - wurden lange vor der Fertigstellung von Bauabschnitten "Vorabzahlungen" in Millionenhöhe überwiesen. Die Rechnungen lieferte die Firma erst Jahre später nach. "Wir haben schon sehr viele Reformen umgesetzt, diese Vorabzahlungen gibt's auch nicht mehr", meinte dazu Gesundheitstadträtin Sonja Wehsely.

Rechtliche Schritte gegen die möglichen Verantwortlichen für die extremen Kostenüberschreitungen werden aber nicht eingeleitet: Die Stadt verzichtet auf Strafanzeigen. Auch der Pauschalvertrag mit der Vamed-KMB wird nicht aufgelöst. Aber dazu will niemand eine Stellungnahme abgeben.

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