Retter am Wort

„Orbán soll sich vor Ort überzeugen“

Burgenland
11.09.2025 06:00

Nach dem Brief von Landeshauptmann Doskozil an den ungarischen Ministerpräsidenten machen nun auch das Rote Kreuz, der Samariterbund und die Gewerkschaft vida deutlich: Burgenlands Rettungsdienst arbeitet auf höchstem Niveau –  modern, professionell und einsatzbereit für die Bevölkerung.

Sachlich falsch, respektlos gegenüber Mitarbeitern und schlicht inakzeptabel!“ Mit diesen Worten reagierte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil auf die Aussagen des ungarischen Staatssekretärs für Gesundheitswesen, Péter Takács. Der Politiker hatte – wie berichtet – in einem Podcast behauptet, das Burgenland müsse sein Rettungssystem erst auf das Niveau Ungarns anheben.

Doskozil fordert öffentliche Richtigstellung
Die Aussagen stießen hierzulande auf Empörung. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit brauche Respekt, hieß es vom Landeshauptmann in einem Brief an Ministerpräsident Viktor Orbán, in dem er eine öffentliche Richtigstellung forderte. „Unser Rettungswesen genießt höchste fachliche Anerkennung und funktioniert professionell – genauso überregional. Der Versuch, unser System öffentlich zu diskreditieren, kann nicht geduldet werden.“

Rotes Kreuz: Respekt und Zusammenarbeit sind Basis für Zusammenarbeit
Nach der scharfen Kritik von Doskozil melden sich nun die Einsatzorganisationen zu Wort. „Unser Rettungsdienst gehört zu den modernsten in Europa. Hochprofessionell organisiert, technisch top ausgestattet“, sagt Landesrettungskommandant Hans-Peter Polzer (Rotes Kreuz). Jedes Fahrzeug verfüge über GPS, Navigation, digitale Kommunikation und Telenotarzt-Technologie. Die Landessicherheitszentrale arbeite vollständig digital – von der Alarmierung bis zur Dokumentation. Sekundärnotarztsystem, Hubschrauber, Samariterbund und ÖAMTC sichern europaweit Spitzenversorgung. Polzer lädt Orbán und Takács zu einer Besichtigung ein: „Respekt und Zusammenarbeit sind die Basis einer guten Nachbarschaft.“

Samariterbund: Aussagen der Ungarn sind respektlos
Auch der Samariterbund Burgenland widerspricht den Vorwürfen. Geschäftsführer Gerald Fitz: „Unser Rettungsdienst arbeitet auf höchstem Niveau. Neue Gesetze, zusätzliche Stützpunkte und GPS flächendeckend sichern die Versorgung. Die Aussagen aus Ungarn sind respektlos gegenüber allen Einsatzkräften.“

Gewerkschaft: Vertrauen der Bevölkerung zeigt hohen Stellenwert
Die Gewerkschaft vida unterstützt die Kritik an Ungarn. Landesvorsitzender Berend Tusch: „Unsere Sanitäter sind Profis und stellen die Menschlichkeit in den Mittelpunkt. Sie leisten täglich unverzichtbare Arbeit.“ Betriebsräte von Samariterbund und Rotem Kreuz ergänzen: „Koordination, Technik und qualifizierte Mitarbeiter bilden ein starkes Fundament für beste Notfallversorgung. Das Vertrauen der Bevölkerung zeigt den hohen Stellenwert unserer Arbeit.“ 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt