01.12.2005 22:05 |

Neuer ÖSV-Star

Hannes Reichelt gewinnt sein erstes Rennen

"Nach all meinen Verletzungen in den letzten Jahren ist das jetzt eine Wohltat", kommentierte der Salzburger (im Bild links) seinen ersten Triumph im Weltcup-Zirkus. Mit einer Zeit von 1:17,33 Minuten brauste der 25-Jährige zum Sieg im Super-G von Beaver Creek, Colorado, USA. Platz zwei ging an den Kanadier Erik Guay und auf Platz drei schon die nächste Sensation: ÖSV-Newcomer Matthias Lanzinger (rechts) nutzte ebenfalls die Gunst der Stunde und schaffte erstmals den Sprung aufs Stockerl. Einzige Wermutstropfen: Die großen Stars gingen leer aus, da die schlechten Wetterbedingungen den Läufern mit hohen Startnummern praktisch keine Chance ließen.

Leicht hatte es allerdings auch der mit Startnummer 7 ins Rennen gegangene Reichelt nicht. "Der Wind hat mit die Tore teilweise ins Gesicht gepeitscht", meinte der Radstädter beim Interview nach seinem Premierensieg. Ohne Reichelts oder auch Lanzingers (Startnummer 5, nur 0,16Sek. hinten) sensationelle Leistungen schmälern zu wollen, muss dazu gesagt werden, dass die Läufer mit höheren Startnummern nicht nur gegen den Wind ankämpfen mussten, sondern auch gegen die ständig schlechter werdende Piste und den Neuschnee.

Herminator vom Winde verweht
Von den Assen am besten schlug sich noch der US-Amerikaner Daron Rahlves (Nummer 28), der hinter dem Führenden im Gesamtweltcup, dem Norweger Aksel Lund Svindal, den fünften Platz belegte. Auch der vom Winde verwehte Hermann Maier konnte nichts mehr ausrichten und wurde als drittbester Österreicher Achter. Fritz Strobl, Michael Walchhofer und Johann Grugger belegten die Ränge 12 bis 14, die Plätze 16, 18 und 19 gingen an Vorjahressieger Stephan Görgl, Benjamin Raich bzw. Andreas Schifferer.

"Irre und irregulär", schimpft Benni Raich
US-Gesamtweltcup-Titelverteidiger Bode Miller war mit der Nummer 30 unterwegs und ebenfalls chancenlos - er schied etwas demotiviert wirkend schon nach wenigen Toren aus. Die geschlagene Konkurrenz schimpfte auf die widrigen Bedingungen. "Es war teilweise gefährlich. Das ist nicht fair", sagte etwa Hans Grugger. "Es war eigentlich ein Wahnsinn. Ich habe den Boden teilweise nicht mehr gesehen. Irre und irregulär", schimpfte Benjamin Raich.

Weiteres Programm
In Beaver Creek steht zum zweiten Mal ein Mammut-Programm mit vier Weltcup-Rennen an vier Tagen auf dem Programm. Für Freitag ist die Abfahrt (19.00 Uhr MEZ), am Samstag der Riesentorlauf (19.00/22.00 Uhr) und am Sonntag der Spezialslalom (17.45/20.30 Uhr) angesetzt.

(geo)

Dienstag, 11. Mai 2021
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