In Tirol mehren sich Berichte über Angriffe von Wölfen und Bären auf Nutztiere wie Ponys und Esel. Der Tiroler Seilbahnen-Obmann und Jäger Franz Hörl (ÖVP), der voraussichtlich im Herbst in den Nationalrat zurückkehrt, fordert daher eine generelle Bejagung der Raubtiere. Diese müssten das ganze Jahr über geschossen werden können.
„Alle Großraubtiere gehören auf den Abschussplan“, erklärte Hörl. Der „günstige Erhaltungszustand“ sei bereits erreicht und müsse auch national festgestellt werden.
Mit Jagdgesetz-Novellen könne man aus seiner Sicht eine reguläre Bejagung einführen und „klare Verhältnisse“ schaffen, ohne auf Entscheidungen der EU zu warten. Er würde jedenfalls bereits jetzt „einen Schritt weiter gehen“, als es etwa die schwarz-rote Tiroler Landesregierung im Hinblick auf Wölfe mache, so Hörl.
„Fehler korrigieren“
Er attackiert die Gegner einer rigiden „Großraubtier-Politik“ scharf: „Es geht nicht, dass die zoologischen Träumereien von ein paar wild gewordenen Ideologen ganze Talschaften in Angst und Schrecken versetzen.“ Der „große Fehler“, diese Tiere zurückgeholt zu haben, müsse in ganz Europa korrigiert werden.
Wenn man den „Radikalen und den zoologischen Fantasten“ zuhöre, die „hinter diesen Rückholaktionen stecken“, gewinne man den Eindruck, „es geht diesen Menschen eigentlich um eine Entsiedelung ganzer Regionen zugunsten einiger großer Raubtiere“.
„Bedrohung unserer Landeskultur“
„Dahinter steckt eine perfide Strategie, die eine Urbanisierung Europas verfolgt. Dagegen müssen und werden wir uns wehren – konsequent und mit allen Mitteln“, meinte Hörl. Es handle sich um eine „ernst zu nehmende Bedrohung, eine Bedrohung und Gefährdung unserer Bewohner, Gäste, unserer Lebensart und unserer Landeskultur“.
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