Soll Ärzte entlasten
Urlaubsregion plant teure Änderung für Touristen
Wer im Urlaub krank wird, muss wohl oder übel zum Arzt gehen. Oft lassen sich die Touristen von den Hausärzten der Einheimischen behandeln, was die Praxen überlastet. Im Pustertal in Südtirol hat man dafür eine Lösung gefunden – die den Urlaubern Geld kostet.
Das bei Urlaubsgästen beliebte Tal in Südtirol will einen Bereitschaftsdienst rein für Touristen einführen. So sollen die örtlichen Hausärzte entlastet werden. Die Kosten für den Bereitschaftsdienst müssen die Urlauber dann komplett selbst tragen, wie „Südtirol News“ berichtet.
Die Idee stößt nicht nur auf Begeisterung. Es könnte eine neue Form der Zwei-Klassen-Medizin zwischen den Urlaubern und den Einheimischen entstehen, schreibt die regionale Tageszeitung. Der Bereitschaftsdienst biete aber auch Chancen, den Ärztemangel in der Region zu beheben.
Die Idee ist, dass dadurch junge Ärzte, die Erfahrungen sammeln wollen, angeworben werden. Im Idealfall bleiben die Mediziner dann in der Region und arbeiten beispielsweise in den örtlichen Krankenhäusern weiter.
Einen genauen Plan, wann der Bereitschaftsdienst im Pustertal für Urlaubsgäste starten soll, gibt es aktuell noch nicht. Es sind auch noch keine Details bekannt, wie der Dienst organisiert sein soll.
Das Pustertal ist übrigens nicht die erste Region mit einer solchen Idee. Zum Beispiel am Gardasee gibt es bereits einen medizinischen Dienst extra für Urlauber. Allerdings sind dort zumindest bestimmte Behandlungen kostenfrei.
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