Aufwändig saniert wird derzeit die Villa Beer in Wien-Hietzing – ein Architekturjuwel. Eine wichtige Rolle spielen dabei Fliesen und Platten aus dem Mittelburgenland. Schließlich soll der historische Charakter des Gebäudes gewahrt bleiben.
Die denkmalgeschützte Villa gilt als herausragendes Stück der architektonischen Moderne von 1930. Aktuell findet eine groß angelegte Sanierung statt. Beteiligt daran ist auch die Ceramico Burgenland GmbH aus Stoob. Das Tochterunternehmen der Landesimmobilien Burgenland fertigt mehr als 4000 Klinkerplatten, originalgetreue Fliesen und Lampenfassungen für das Projekt.
Laut Ceramico-Geschäftsführerin Anita Wolf ist die größte Herausforderung, die Geschichte der Gebäude durch authentische Materialien fortzuschreiben: „Eine neue Fliese so zu fertigen, dass sie sich harmonisch ins historische Gesamtbild einfügt, ist eine wahre Kunst – und genau diese Meisterleistung bringen wir aus dem Burgenland nach Wien.“
Auch bei den Klinkerplatten ist Detailarbeit notwendig: Sie müssen so gefertigt sein, dass sie optisch exakt zu den mehr als 90 Jahre alten Originalen passen – inklusive der besonderen Oberflächenstruktur und Alterungsspuren. Zu schaffen ist das nur mit Handarbeit. Nach dem monatelangen Fertigungsprozess werden die letzten der insgesamt 16 Paletten an Klinkerplatten im September von Stoob nach Wien transportiert. Bis Jahresende sollen dann auch die weiteren keramischen Nachbildungen für die Sanierung hergestellt sein. Geplant ist, dass die Villa ab dem Frühjahr 2026 wieder öffentlich zugänglich ist.
Innovativer Motor für die heimische Keramikbranche
„Aufträge wie diese zeigen, dass der traditionelle Standort in Stoob mit der Landesfachschule für Fliese, Keramik und Ofenbau weit mehr als ein Ausbildungsort ist“, meint auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). Das Unternehmen Ceramico sei ein innovativer Motor für die Keramikbranche in Österreich und ein wertvoller Standortfaktor für das Burgenland. „Es gelingt ihnen, historisches Erbe und modernes Handwerk zu verbinden“, so Doskozil.
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